Donnerstag, 28. Juli 2016

sich Gedanken machen.

Macht ihr euch regelmäßig Gedanken? Ich meine nicht um die Welt - die aktuelle politsche Situation - oder um all den anderen Mist den wir Tag ein Tag aus im Fernseher sehen - sondern um euer Leben - euer Auftreten - euren Charakter - um all das eben. Gedanken. Zweifel. Ängste. Sorgen.
Ich für meinen Teil habe das Gefühl, dass ich mir in den vergangenen Monaten viel zu selten all das vor Augen geführt habe. Mir viel zu selten vor Augen geführt habe - wer ich eigentlich bin - wie ich mich im Moment verhalte. Wie ich mit anderen Menschen umgehe - wie ich mich selbst behandle. Auf welche Art und Weise ich mein Leben lebe. Rückblickend habe ich das Gefühl, dass in der letzten Zeit - das war gar nicht ich. Natürlich. Meine Augen. Meine Gestik. Meine Hände. Mein Körper - mein Lächeln. Aber irgendwie halt auch nicht. Nicht meine Worte - nicht meine Gedanken - nicht meine Grundsätze - nicht meine Einstellung zum Leben.
Macht ihr euch regelmäßig Gedanken? Darüber wer ihr sein wollt? Darüber wer ihr jetzt gerade seid - darüber was für ein Mensch ihr eigentlich seid. Wollt ihr das? Verdrängt ihr es? Weicht ihr all diesen Fragen aus?
Ich bin lange ausgewichen. & stelle mir nun ganz bewusst ein paar grundliegende Fragen - Fragen die mich beschäftigen. Fragen deren Antwort ich finden will. 
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Was macht mich glücklich?

- die Frage ist so einfach ´zumindestens für mich.
Die Menschen die ich liebe. Genau sie - jeden Tag aufs neue. Denn ich habe das unfassbare Glück, jeden einzelnen Tag meines Lebens - außer wenn ich es nicht will - mit mindestens einem Menschen zu verbringen den ich liebe. & ich weiß, dass klingt aufopfernd. Aber das ist es nicht - für mich nicht. Für mich ist das alles. Meine Schwester - meine Freunde - meine eigne kleine Familie. Ihr seid alles - und wenn ich sehe, wie eure Augen strahlen, ihr zufrieden seid, ihr lachen könnt - aus tiefstem Herzen. Ja, dann bin ich glücklich.
Aber natürlich sind es nicht nur sie - die Menschen die ich liebe. Da ist noch soviel drum herum. Da ist der Sonnenschein, der sobald ich etwas brauner werde meine Augenringe verschwinden lässt. Da ist dieses Gefühl einfach nur auf einer Wiese sitzen zu können - tief einzuatmen - all das genießen zu können. Da sind die kleinen Dinge. Ein paar ehrliche Worte - ein ernst gemeintes Lachen - da ist soviel mehr. Soviel mehr was ich liebe - soviel mehr was mich glücklich macht.  


Wann war ich das letzte mal sprachlos vor Glück?

- Das letzte mal sprachlos vor Glück war ich am Tage meiner Hochzeit. Ich trug auf dem Standesamt im Kreise meiner Lieben und im Angesicht meines Ehemannes einen Text vor. Etwas selbstgeschriebenes - etwas das von Herzen kam. Tief aus meinem Herzen. Bereits diese Worte brachte ich nur schwer über meine Lippen. Ich habe so gezittert. War so nervös. Habe diesen Moment so intensiv erlebt. Liebe. & dann als der große Moment gekommen war brachte ich das "Ja" kaum über meine Lippen. Ich stotterte etwas - ich war sprachlos. Ich brauchte mehrere Anläufe. Ich war sprachlos - sprachlos vor Glück.

Bin ich eine gute Freundin?

- Vor gar nicht so langer Zeit ca. 2 Jahre ist es her - hätte ich diese Frage mit nein beantwortet. Einfach weil ich nicht dazu in der Lage war. Ich konnte nicht sehen, dass es auch anderen Menschen wirklich schlecht ging. Auch wenn ich schon immer Empathie aufwies - so richtig für jemanden da sein konnte ich nicht. Ich habe mich selbst und somit auch meine Freunde ständig unter Druck gesetzt. Warum? Ganz klar, weil ich etwas besonderes sein wollte. Nicht für mich selbst - nein für sie. Ich wollte gemocht werden - wollte etwas besonderes sein - wollte Menschen ganz nah bei mir - und stieß sie so nur immer weiter von mir weg. Ich hatte zu hohe Erwartungen - lach - was ich wollte war unerfüllbar.
Heute ist das anders - hoffe ich - ich bemühe mich. Nicht gemocht zu werden, dass ist mir mittlerweile nicht mehr so wichtig. Nein, ich bemühe mich ein wirklich guter Freund zu sein. Zuzuhören, ausreden zu lassen, mir Meinungen anzuhören (auch wenn das oft weh tut). Meinungen zu aktzeptieren (was mir oft noch schwer fällt), zu erkennen wann jemand meine Hilfe braucht - es aber nicht aussprechen kann, zu sehen wenn ich jemanden einenge, distanz wahren, nähe suchen, da sein, Freiraum lassen, zusammen lachen, weinen, feiern, sich aufregen - all das und noch mehr. Heute bin ich nicht mehr wie früher - heute & ja davon bin ich überzeugt - da bin ich eine gute Freundin,

Wenn ich jetzt sterben würde - was würde ich bereuen nicht getan/gesagt zu haben?

- eig. und ja ich weiß ich sollte darüber hinweg sein - gibt es nur eine Sache die ich bereuen würde. Ich würde es bereuen, dass ich mir nicht mein Geld geschnappt habe - mir einen Flug gebucht habe und nach Portugal geflogen bin. Ich würde es bereuen, dass ich nie den Mut hatte diese Reise auf mich zu nehmen. Ich würde es bereuen, meinen biologischen Vater niemals gesehen zu haben - ihn niemals zur Rede gestellt zu haben. Trotz allem - ich würde es bereuen - es nicht zumindestens versucht zu haben.

Wie sehe ich mich selbst?

- hm.. das ist für mich wohl eine der schwierigsten Fragen. Ich weiß es nicht genau. Ich denke ich bin alles in allem ein guter Mensch. Ich denke andere Menschen sehen, dass ich mich bemühe. Ich stehe für meine Meinung ein - lasse mich aber auch nach kleinen Zickereien eines besseren belehren. Ich stehe zu meinen Worten und meinen Taten. Ich lüge nicht mehr - nie. Ich bin zielstrebig - liege aber auch gerne ab und zu einfach nur rum. Ich ... ich weiß nicht. Alles in allem bin ich ok - sogar ein wenig mehr als das. Ich bin ich - niemand sonst ist so - und das ist ok - sogar mehr als das. 

Würde jemand über mich sagen, dass ich sein Lieblingsmensch bin?

:) 

Wann habe ich das letzte mal jemandem eine Freude bereitet?

- Letzte Woche :)
Als ich im Urlaub war - viel mir ein Stofftier ins Auge. Ja richtig gelesen, ein Stofftier. Sofort musste ich an eine meiner Freundinnen denken und kaufte es natürlich prompt. Nicht wegen irgend einem besonderem Anlass oder so . nein einfach weil ich wusste, dass sie sich wie eine 3- jährige darüber freuen würde. Letzte Woche statte ich ihr dann einen Besuch ab - samt Hello Kitty Stofftier :) hihi und jetzt ratet mal, wer vor Herzklopfen in die Luft gehüpft ist? SIE! Und nun ratet einmal wessen Herz strahle - vor Freude darüber einen geliebten Menschen ehrlich lächeln zu sehen. ICH!

Wie würde ich mich selbst in 3 Worten beschreiben?

 ehrlich. loyal. naiv.

Wen würde ich als Vorbild für mich sehen?

Ein ganz klares Vorbild für mich - und das schon seit mehreren Jahren - ist Julian. Julian Zietlow. Ich werde euch jetzt nicht erklären was Julian tut. Einfach mal den Namen googlen. & wenn ihr schon dabei seid - dann googelt den Namen nicht nur - sondern tippt ihn vor allem bei Youtube ein. Seht euch den Motivation Monday an - und ganz egal was ihr von Julian, seinen Pogrammen, seiner Art und Weise haltet - saugt jedes einzelne Wort was er sagt auf - jedes - & macht daraus das Beste. Seid stets der Beste der ihr sein könnt.


Was würde ich gerne ändern? Was hindert mich daran es zu tun?

- Ich würde mich gerne loseisen. Alte Verhaltensmuster und Gefühle einfach hinter mir lassen. Ganz einfach, weil so vieles dann einfach wäre. Und was mich daran hindert? Das ist ganz offensichtlich! Das bin ich. Ich stehe mir selber im Weg. & auf eine gewisse Art und Weise ist das gut - denke ich. Es ist gut, dass dies ( meine Entwicklung ) soviel Zeit in Anspruch nimmt. So ein langer Prozess ist - ganz einfach, weil ich so weiß, dass ich nichts überstürze. Ich kann nicht einfach aufhören ich zu sein - denn auch jede schlechte Eigenschaft ist ein Teil von mir. Ich kann an ihnen arbeiten - so aufwerten - verbessern. Doch verstecken mag ich sie nicht. Ich kann nicht einfach aufhören zu fühlen. Alles über Board werfen - so tun als wäre da nie etwas gewesen. Das alles kann ich nicht - und das alles will ich auch nicht.


Wie wäre ein Mensch, der das komplette Gegenteil von mir ist?

- Er wäre psychisch komplett gefestigt. Er hätte keinerlei Angst davor zu versagen. Er wäre stark. Charakterstark. Er würde stets eine Antwort auf all diese Fragen haben. Es gäbe keine Geister der Vergangenheit die ihn jagen. Und selbst wenn sie da wären - es wäre ihm egal. Er würde sie nicht an sich heran lassen. Er hätte sie überwunden. Er wäre bereits Kompromisse einzugehen. Wäre allerdings stets pessimistisch. Würde niemandem vertrauen - und niemanden an sich heran lassen. Er hätte keine Freunde - und könnte keine Freude empfinden. Er könnte sich nicht an kleinen Dingen erfreuen. Er wäre sehr materialistisch. Würde sehr viel Wert auf Luxusgüter legen. Würde er reisen - würde er stets in Luxushotels einchecken. Er würde lediglich entspannen. Er würde nicht lesen. Er treibt keinen Sport. Ihm wäre es egal wenn jemand weinend am Straßenrand sitzt. Er würde Pferde lieben. Alle anderen Tiere wären ihn aber egal. Er würde es lieben Fenster zu putzen - doch der Rest seiner Wohnung würde im Chaos versinken. Er wäre ein Lügner. Er würde nicht zu dem stehen was er sagt. Er wäre nicht loyal - ihm wäre es egal, wenn er andere Menschen verletzt. Er wäre soviel - doch ganz Gewiss nicht ich.


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