Montag, 1. Februar 2016

Raus aus dem Nimmerland

Ungewissheit. Aufregung. So mein Mädchen, es ist jetzt soweit - du bist erwachsen. So zieh nun raus in die Welt. Ein Konto voll Geld. Naja mehr oder weniger. Aber es muss halt reichen. (haha) Die Hände voller Motivation und der Kopf prall gefüllt mit all jenen Träumen die es wert sind verwirklicht zu werden. Motivation. Tatendrang. Zieh raus in die Welt und erkunde sie. Schau genau hin und ganz egal was dir entgegentreten mag vergiss nicht, dass du deine Augen niemals verschließen darfst - nicht vor all jenen Momenten die es sich zu erleben lohnt, nicht vor all diesen Chancen die sich dir bieten werden und nicht vor all jener Ungerechtigkeit von der du kein Teil werden solltest. Zieh raus in die Welt und erkunde sie. Jede Ecke - jeden Winkel - ach Mädchen es gibt soviel zu entdecken. Ferne Länder, exotische Orte, tiefe Wälder, alte Ruinen, überfüllte Metropolen das offene Meer und doch auch das Café von nebenan verdient es gesehen zu werden. Wertschätzung. Zieh raus in die Welt und erkunde sie. Doch bitte vergiss eines nicht. Denn neben dieser Welt - gefüllt mit bunten Farben gibt es noch etwas - etwas das du kennen solltest. Die vielleicht schwierigste Bindung die du jeh aufbauen wirst. Die Bindung zu dir selbst. Zieh hinaus - und lerne dich selbst kennen.

Von Depressionen, Panikanfällen und Selbstzweifeln geplagt - das bin ich. Mal mehr mal weniger. Das ist die Wolke die meinen Kopf umgibt. Mal mehr mal weniger. Doch trotz dessen, dass ich aufgrund meiner Krankheit doch sowieso schon tagtäglich mit mir beschäftigt bin - bin ich noch immer nicht schlau aus mir geworden. Wir alle wollen uns selbst finden - und nein hierfür habe ich keine Zauberformel zur Hand. wingardium leviosa öffnet hier kein geheimes Cheatfenster. Wir alle wollen uns selbst finden. Unseren Traum leben. Herausfinden wer wir eigentlich sind. Zu uns selbst finden. Doch wie zum Teufel bekommen wir Antworten auf all diese Fragen? Wie finden wir heraus wer wir sind - wo uns doch tagtäglich aufgezeigt wird, dass egal wer wir sind - wir nie genug sein werden. Eine Generation in der junge Menschen für lustige Challenges auf Youtube gefeiert werden. " Wer belegt schneller eine Pizza OHNE die Hände zu benutzen" " Ich schminke meinen Freund" "Was ist in meinem Kühlschrank" "5 Arten sich den Arsch abzuwischen" Eine Generation in der junge Menschen all ihre Aufmerksamkeit auf Outfitposts und das perfekte Make-Up richten. Eine Zeit in der Menschen - welche Großes vollbracht haben vergessen werden.*Martin Luther King, *Anne Frank, *Dalai Lama, *Malala Yousafzai, *Sophie Scholl ! All diese Menschen und leider noch mehr rücken in den Schatten jener denen die Herzen auf Instagram doch egal sind. Ja, klar so bezahlen viele ihre Rechnungen. & daran ist vielleicht auch nichts falsch. Doch die Werte die uns damit vermittelt werden - halte ich schlicht weg für die Falschen. & doch leben wir in einer Zeit in der wir alle vergessen - wie wertvoll jeder Einzelne wirklich sein könnte und im Grunde ist.

Wochenende. Hoch die Gläser. Hoch die Flaschen. Hoch die Kästen. feiern. sich vollaufen lassen. Pelz von gequälten Tieren tragen. Die Nächte werden durchgetanzt. & das Wochenende ist vorbei. Alltag. Ungeliebt. Niemand hat Bock. Das ist es jetzt?... das Leben genießen. Young Wild and Free.

Von Depressionen, Panikanfällen und Selbstzweifeln geplagt - das bin ich. Mal mehr mal weniger. Das ist die Wolke die meinen Kopf umgibt. Mal mehr mal weniger. Doch trotz dessen, dass ich aufgrund meiner Krankheit doch sowieso schon tagtäglich mit mir beschäftigt bin - bin ich noch immer nicht schlau aus mir geworden. Doch eines kann ich euch versichern. Heute hier und jetzt - in diesem Moment bin ich mir meiner selbst bewusster als jeh zuvor. Ich denke ich weiß wohin ich will, und mittlerweile denke ich einen Weg gefunden zu haben der zu mir passt. Nicht zu steinig. & doch gepflastert mit Hürden damit ich nicht vergesse, dass es ab und zu wichtig ist sich daran zu erinnern wie hoch mein springen kann. Zu was man doch eigentlich in der Lage ist. Ich weiß was ich will. Ich kenne meine Prinzipien und ich erinnere mich tagtäglich daran mich an meine eigenen Ratschläge zu halten. Ich bin mir über all jenes was ich nicht kann im klaren, ich kenne jede nervige Macke und aktzeptiere meine Fehler. Was nicht heißt, dass ich aufhören würde an ihnen zu arbeiten. haha. Doch ich kenne auch meine Fähigkeiten. Ich bin gut - in vielen Dingen und lasse mich nicht mehr kleinreden. Ich kenne meinen Wert - eine Eigenschaft die hoffentlich jeder Mensch einmal zu schätzen lernt.

Neben all jenem was heutzutage zu zählen scheint - sollten wir uns viel öfter einmal Zeit für das Wichtigste nehmen - uns selbst. Es geht nicht darum - mit dem feiern aufzuhören - es geht darum zu erkennen, dass es nicht das ist was euch zu euch selbst führen wird.

Denn auch wenn keiner es hören will - Wir müssen raus aus dem Nimmerland - erwachsen werden - und erkennen wer wir sind / was wir bewegen können.
Doch keine Sorge - unsere Träume die nehmen wir natürlich mit.

Küsschen, Kristin

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