Sonntag, 21. Februar 2016

Mein erstes mal.

Ich saß auf diesem Stuhl. Das Licht war angenehm. Zu angenehem. Alles hier erinnerte mich daran, dass etwas mit mir nicht stimmte. Falsch. Nicht richtig. Alles hier war darauf bedacht ruhig zu wirken. Die Uhr an der Wand tickte im Takt. harmonisch. & auf genau das machte mich agressiv. Ich wollte nicht ruhig sein. Innere Unruhe. Ich wollte wissen was los ist - mit mir. Zweifel. Angst. Vor mir - ein Thresen. Zwei Frauen mittleren Alters sahen ab und an zu mir auf. Lächelten. Wieso? Hatten sie Mitleid? - Ich saß auf diesem Stuhl - es stand mir bevor. Keine Chance mehr all dem zu entkommen. Die Tür einfach zu weit entfernt. Eine Tür ging auf. Die Luft blieb mir weg. Frau ... sie sind die nächste. Mein erstes mal - bei der Therapie.



Ich betrete den Raum. Ich zuerst. Sofort hasse ich es. Wieso muss ich vorgehen? Wieso steht sie hinter mir? Volle Angriffsfläche. Mein Herz schlägt & auch hier an der Wand wieder eine dieser Uhren. Tick Tack. Sie deutet auf einen Stuhl. Ich setze mich und stelle fest, dass es viel zu warm ist. stickig. Sie sieht mich an und fragt ob sie das Fenster öffnen soll. Was soll das? Bin ich so durchschaubar. Ich blicke zum Boden. Will sie nicht mehr ansehen. Will hier raus - doch die Tür ist zu. Atme tief ein. Die Luft wird besser. Tick Tack. Atme aus und hebe meinen Blick. Eigentlich sieht sie ja ganz nett aus. Keine Strenge im Gesicht. Ein leichtes Lächeln - nichts wirkt übertrieben. Sie fragt mich wieso ich hiersei. & ich beginne zu erzählen. Ab und zu stocke ich. Mein Mund wird trocken. Woher kommt dieser Redefluss? Wie kann das sein? Tick Tack. Mein Kopf schlatet sich aus. Ich werde locker. Erzähle, berichte, weine ab und an. Sie erinnert mich, dass ich nur sagen soll was ich auch möchte. Es geht hier um mich. Mein Tempo. Mein Herz schlägt - langsam bedacht & ab und wann rennt es. Zusammen mit den Wörtern die aus meinem Mund fließen - um die Wette. Wer ist schneller. Sie hört zu. Tick Tack. Nickt. Blickt erschrocken auf. Ja, dass ist meine Geschichte. Sie schreibt. Lächelt. Mitfühlend. Kann sie mich wirklich verstehen? Tick Tack - Frau ... die Stunde ist um. Wir sehen uns dann übermorgen.

Ein kleines Hallo hier so zwischendrin.
Ich mag dir heute was erzählen. Ja, ich weiß das hast du schon gemerkt.Ich erzähle dir von meinem ersten Mal. Das erste mal beim Therapeuten. Meine Erfahrungen - für dich. Um dir die Angst zu nehmen. Dir den ein oder anderen Tipp dazulassen.

Psychotherapie - das soll helfen, heilen. & ich sage es dir gleich. Ich will fair sein. Von Anfang an. Teile meine Gedanken mit dir. Ich denke kein Therapeut hier oder irgendwo anders wird dir wirklich helfen können. Grundliegend. Ich hoffe du verstehst was ich meine - ich will dir keine Hoffnung nehmen. Doch es ist nicht der Therapeut - er bewirkt nichts - er ist nur ein Mensch - hört dir zu. Nickt - lächelt und schreibt dann und wann etwas auf. Aber heilen und ja es tut mir Leid dir das sagen zu müssen - wird er dich nicht.
Diese Macht hat er nicht - hatte er bei mir nicht. Niemals. & doch. Gab mir diese Zeit soviel Kraft. Erzählte alles. all meine Misserfolge. All meine Träume - meine Ziele. All jenes was raus musste - was ich mir vor Augen führen musste.& ja das war hart. Es war als ob ich einen Traum hat - nie zuvor konnte ich so frei reden. Aber wieso auch nicht. Dafür war sie da. Ja genau sie, eine Frau - da ein Mann nie in Frage kam. Diese Stunde 3x mal die Woche brachte Struktur in meinen Alltag. Sie gaben mir einen Grund aufzustehen. Nicht den ganzen Tag im Bett zu liegen. Raus - sich anziehen - rausgehen - Bahn fahren - noch ein Stück zu Fuß. Aussteigen und reden. All die Wörter, all die Tränen rauslassen. Und oh mein Gott wie tat das gut. Als würde sie die Last die auf meinen Schultern lag erleichtern - sie mit mir zusammen tragen.

Das Wichtigste. 3 x mal die Woche für 1,5 Stunden - das gab mir Sicherheit - SIE gab mir Sicherheit. Erkundigte sich stets wie es läuft - wollte immer up to date sein - und nach jeder Sitzung fragte sie was ich heute noch tat. Und glaubt mir sie hätte nicht fragen müssen - es hätte ihr egal sein können. Ich traf andere Therapeuten denen es egal war. Aber sie war nicht so - nein. Sie riet mir jedesmal nicht nachhause zu gehen - nicht ins Bett. Raus an die Luft - mein Leben leben, mich mit Freunden treffen. Herauszutreten aus der grauen Wolke die mich umgibt. & das tat ich.

Psychotherapie - das soll helfen, heilen. & ich sage es dir gleich. Ich will fair sein. Von Anfang an. Teile meine Gedanken mit dir. Ich denke kein Therapeut hier oder irgendwo anders wird dir wirklich helfen können. Grundliegend. Ich hoffe du verstehst was ich meine - ich will dir keine Hoffnung nehmen. Doch es ist nicht der Therapeut - er bewirkt nichts - er ist nur ein Mensch - hört dir zu. Nickt - lächelt und schreibt dann und wann etwas auf. Aber heilen und ja es tut mir Leid dir das sagen zu müssen - wird er dich nicht. Doch hier und jetzt zum Schluss dieses Textes will ich dir noch etwas sagen. Die ehrlichsten Worte die du jeh von mir hören wirst. Denn auch wenn ein Therapeut und mag er noch so gut sein dir niemals wirklich helfen kann - so gibt es doch eine Person die das kann. Eine Person die die Wolke wegschieben kann - sich vor ihr aufbauen kann. Stärke beweisen. Eine Person die es schafft all jenes zu überwinden. Diese Person..

.. bist du.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Ok, but first love yourself

Es ist nun schon ein paar Tage her. Ich konnte all die Bilder auf Instagram, all die Texte auf Facebook revüh passieren lassen. Verarbeiten. Mein eigenes Urteil fällen. Was habe ich gesehen? Schokolade - unmengen an Schokolade, Kerzen, Gummibärchen, Herzchen, Frühstückstische, das Dinner im Steakhouse, noch mehr Schokolade und vieles mehr. Ich sah aber auch - unmengen an Geschenken. Blumen deren Budget meine monatlichen Ausgaben für Lebensmittel sprengen, teure Ketten von Tiffany & Co. viel zu viel von allem Möglichen. Bilder mit perfektem Licht und super ausgerichtet. Nix verschmiert vor Freudentränen. Niemand hat gelächelt - nicht wirklich. Kein Lächeln, dass die Augen erreicht. Ich sehe soviel - viele Geschenke, Klischees und Materielles. Aber Liebe, wahre Liebe die sehe ich kaum. Der Valentinstag!

Ich bin niemand, der etwas von Grund auf schlecht redet. Ich bin meistens die - die überall dabei ist. Was solls - man soll die Feste feiern wie sie fallen. & auch der Valentinstag hat seine Berechtigung. Irgendwo. Er soll erinnern. Ein wenig wehmütig machen. Uns zur Besinnung führen. Tief durchatmen - den Atem anhalten. In dieser Zeit in der niemand welche hat. Wo alles schnell gehen muss. Nimm die Beine in die Hand. Schneller Höher Weiter! In dieser Zeit in der niemand welche hat. Tief durchatmen  - mir Zeit nehmen. An dich denken - an uns. Die Luft herauslassen & den Gedanken freien lauf. Meine Augen schließen - nur um dich zu sehen. Raubst mir den Atem - jeden klaren Gedanken. Um dich zu sehen - & zu wissen neben all dem was zählt. Neben all diesem was ich in Zukunft schneller können muss. Neben all dem worin ich besser werden muss. Druck. Angst. Zählst am Ende doch nur du.
Das ist es was dieser Tag symbolisiert - woher er stehen sollte - zumindest wenn es nach mir geht. Dieses Jahr wollte ich nichts zum Valentinstag! Was ich damit meine? Das ich ganz klar gesagt habe, dass ich weder Blumen noch Schokolade auf dem Tisch liegen sehen will. Sondern nur ihn.

Ich kann mich noch gut daran erinnern wie es war als ich alleine war. Das ist ehrlich gesagt lange her. Das letzte mal am Valentinstag allein war ich vor ca. 8 oder 9 Jahren. Ich war also 15 oder 16. Ich weiß aber noch wie ich zusammengekauert zuhause saß. Mein Kopfkissen hatte an jenem Tag besonders viel zu tun. Denn ich verstand es nicht. Verstand nicht wieso jeder jemanden hatte der ihn liebte. Jeder außer mir. Das Wort "jeder" ist hier bedacht gewählt. Ausgewählt um deutlich zu machen wie wichtig dieser ganz normale Tag für mich war. Für mich - genauso wie für 1000ende Mädchen heute an meiner Stelle. Der Valentinstag vor 8 oder 9 Jahren. Da saß ich also in die Decke gewickelt - mich selbst bemitleidend.

Heute weiß ich, dass das falsch war. & heute möchte ich ein paar Worte in die Welt hinausrufen.

- sollte es einmal so sein, dass du dich am Tag der Liebe allein gelassen fühlst´so frage dich warum es dir an all den anderen Tagen nicht so geht. Wieso droht dich die Luft um dich herum an keinem anderem Tag so sehr zu ersticken wie am Valentinstag?

- wieso lässt du dir 24 Stunden deines Lebens stehlen? Trauerst und ziehst dich selbst zu Boden. Kein andere tut es. Keiner schreibt dir "omg, wie kannst du eigentlich am Valentinstag alleine sein" Niemand! Und auch die Bilder auf Instagram und Co. sind kein Grund den Kopf zu senken.

- du bist nicht allein. Egal wie sehr du es dir auch einreden magst. Es stimmt nicht. Und sei es deine Mama, deine Schwester oder eine Freundin. Irgendjemand ist da - immer. Nicht jeder auf der Welt ist in einer Beziehung - noch weniger schweben tatsächlich Tag für Tag auf Wolke 7. & anstatt allein einsam zu sein - sollten wir uns halt doch besser ergänzen. Uns die Hand reichen - immer wieder wenn uns dieses Gefühl überkommt im Boden zu versinken.

- Sag mir eins, wäre dein Leben wirklich besser wärst du an diesem Tag nicht single? Wärst du glücklicher? Würde diese Tatsache dein Leben besser machen? Was wäre würde das Gegenteil eintreffen. Was wäre das für ein Leben voller Zank und Streit - Tag ein Tag aus. Was wäre das für eine Beziehung - vom Partner unbeachtet? Was wäre das für eine Liebe - geschlagen zu werden?
Vielleicht bist du heute allein! Aber nicht jede Beziehung ist besser als gar keine.

& überhaupt wieso lässt du den Kopf hängen? 

Sieh dich an - jetzt sofort - hol dir einen Spiegel oder schalte die Front Kamera deines Handy´s ein. Sieh dich an und sag mir 5 Dinge.
- 5 Dinge die du an dir magst
- 5 Dinge für die du dankbar bist
- 5 Menschen die du liebst

Schau dich an und denke über deine Worte nach. Lass sie einmal wirken. Werde dir darüber bewusst was du alles hast. Begreife, dass dieser Tag so ist wie jeder Andere. Nicht er ist es der dich runterzieht, keine verliebten Paare und keine Fotos auf Instagram - sondern du!
& ich frage dich - wie - wie willst du bereit sein einen Menschen zu lieben - auf vollen Herzen - mit allem was du bist. In guten wie in schweren Tagen. An grauen und an bunten Tagen. Wie willst du es schaffen? Wo du doch den wichtigsten Menschen der Welt noch nicht zu lieben scheinst?

DICH.

Donnerstag, 11. Februar 2016

das Leben der Anderen / ein Brief an dich

Auf dem Spielplatz, im Kindergarten, während der Grundschule, Oberstufe, Ausbildung, unter Freunden, unter Feinden, selbst in der eignen Familie, im Berufsleben. Hinter dem Rücken oder halt mitten ins Gesicht. Es beginnt eines Tages & scheint nie zu enden. M o b b i n g ! 


Mobbing oder Mobben steht im engeren Sinn für „Psychoterror am Arbeitsplatz mit dem Ziel, Betroffene aus dem Betrieb hinauszuekeln.“[1] Im weiteren Sinn bedeutet Mobbing, andere Menschen, in der Regel ständig bzw. wiederholt und regelmäßig, zuschikanieren, zu quälen und seelisch zu verletzen, Quelle: Wikipedia.de
Dabei fragt man sich wo fängt Mobbing an / wo hört es auf / hört es auf? Doch darum soll es in diesem Beitrag heute gar nicht gehen. Es soll eher um das hier gehen. Mein Weg - vom Mobber zum Gemobbten.

Ja, ein Mobber das war ich. Früher ca. von meinem 12-17. Lebensjahr dann immer mal wieder ab und zu. Inzwischen so würde ich behaupten, nie! Dabei war ich anfangs keiner dieser aktiven Mobber. Ich habe niemanden direkt beleidigt, geschlagen oder auf einer anderen Weise verletzt. Ich war einer dieser feigen Mobber. Ich habe mitgelacht - wenn jemand geärgert wurde. Habe geschmunzelt - wenn jemand beleidigt wurde und am aller schlimmsten - ich habe weggesehen. Immer und immer wieder. Aus Faulheit? Aus Angst? Um dazu zu gehören? Unsicherheit. Ich kann es mir um ehrlich zu sein bis heute nicht richtig erklären. & doch auch wenn es wie eine dieser typischen Ausreden klingt und sehr egoistisch ist - ich denke ich hatte einfach Angst. Angst mich demnächst neben einem dieser "Looser" wiederzufinden. Geärgert. Ausgeschlossen. Ungeliebt. Das wollte ich nicht sein & ich denke, dass das auch ok war. Nicht ok war, dass es mir egal war, dass jemand so leben sollte. Das all das falsch war -  war mir vielleicht irgendwo ganz tief in mir drin bewusst. In einer Ecke. Vergraben. Dort - wo ich es nicht sehen konnte. Nach hinten gedränt. Überspielt. Ein wenig rosa rote Brille. Das alles konnte doch nicht richtig sein. Mitgelacht habe ich trotzdem. Eines der erschreckensten Beispiele die ich aus meiner Schulzeit nennen kann wäre folgendes:
In der Pause - ich weiß nicht mehr in welchem Jahrgang wir waren - wurde ein Junge aus meiner Klasse ( er war der der immer gemobbt wurde - von allen & das obwohl er nie jemanden einen Grund gegeben hatte ) in einen Schrank gesperrt - einfach so - zum Spaß - minutenlang - Finsternis - Eingesperrt. & ich bin ehrlich wenn ich sage, dass ich Tränen in den Augen habe wenn ich an diesen Moment zurück denke. Wegen ihm - wegen mir - wegen all den Menschen in diesen Raum die nichts getan haben außer zuzusehen und zu lachen. 
& wenn ich jetzt darüber nachenke , so im nachhinein dann wird es mir ein wenig klar. All die kleinen Sticheleien / das Schmunzeln /  das Mitlachen / das Wegsehen - ich hatte es verdient - denn ich war nicht besser. Nein, vielleicht war ich sogar die Schlimmste von allen einfach weil ich alles von mir wies. Ich hatte damals keinerlei Schuldgefühle oder sonst etwas.Keine Reue - nichts. Ich habe mich nicht schuldig gefühlt. Dachte ich hätte mit all dem halt einfach nichts zu tun.. was hätte ich schon tun können. Ganz allein. Es war ja nicht meine Schuld, dass es meinem Mitschüler so schlecht ging. Er hätte sich ja auch selbst helfen können und sowieso war er doch einfach selbst schuld.. Papalapp vertstehst du was ich meine? Ich war die Schlimmste von allen die Schlimmste weil ich mir noch nicht einmal eingestehen konnte das ich mit mobbe.. heute weiß ich es.. heute tut es mir leid.. und heute verdammt nochmal ist es zu spät. Ein Leben - in die Enge gedrückt. gepeinigt. geschlagen. beleidigt sogar in einen Schrank gesperrt. Dunkelheit und Enge. Erdrückt werden. Ich werde es ewig vor Augen haben - ich werde es nie vergessen - will es nie vergessen mir vor Augen halten wie ich nie mehr sein will - nie. Augen auf.& jetzt willst du es wissen oder? Was hatte ich denn nun verdient?

Vielleicht nicht alles. Stichelein. Lästerein. Eine Backpfeife. Cyberattacken. Schiefe Blicke. Beklaut. Telefonterror. Verläugnet. Gerüchte. M o b b i n g  Ich bin mir nicht mehr sicher wie es dazu kam.. es fing damit an, dass meine Mama gesehen wurde wie sie in der Öffentlichkeit eine andere Frau küsste. Das weiß ich noch ohja als wäre es gestern gewesen - ich kam zur Schule, zu meinen Freunden und keiner von ihnen redete mehr mit mir - keiner und weswegen? Weil ich aufeinmal anders war.. und dabei war es nichtmal ich - sondern meine mama - ich wurde bestraft weil sie liebte - weil sie lebte.. Wurde selbst als Lesbe beschimpft und verstehe es bis heute nicht. Eine neue Welt. Vom Mobber zum Gemobbten. Angst. Ungewissheit. Einsamkeit. Das Leben der Anderen. Ich weiß noch genau wie ich zuhause saß allein in meinem Zimmer. Zusammengekauert auf meinem Bett. Ich schloss die Augen und betete und bettelte und flehte, dass mir jemand zur Hilfe kommen soll. Bitte. Ich will die Hoffnung doch nicht verlieren. Wieso denn ich? Womit habe ich das verdient? Wieso hassen mich alle? Wieso / Weshalb / Warum? Du siehst worauf ich hinaus will? Ich wollte Hilfe.. ich sehnte mich nach jemanden der mir beistand. Doch es kam niemand - genauso wie niemand dem Jungen aus dem Schrank half. & wie konnte ich mir einbilden, dass ich diese Hilfe verdienen würde? Ein Leben unter den Anderen - ganz plötzlich - nicht für immer aber immerhin für den Rest meiner Schullaufbahn. Ich war nun einer von "Denen" .. keines Blickes gewürdigt & zumindest an manchn Tagen wenn ihnen nichts mehr einfiel. Ungeliebt. Allein. & weil ich weiß wie es ist - diese zwei Welten - möchte ich dir etwas sagen.

Lieber Mobber,

wie geht es dir? Wie war dein Tag? Was hast du heute erreicht? Morgens vor dem Spiegel - Pläne geschmiedet - was hast du erwartet? Was sollte heute passieren? Hast du Lust ein Spiel zu spielen? Mit einem dieser Opfer? Wer soll es denn heute sein? Aufjedenfall jemand der schwächer ist - schwächer als du - denn DU willst dich am Ende des Tages besser fühlen / einen Sieg erringen. Der Sieger sein. Doch ist dir eigentlich bewusst, dass der Andere dieses Spiel nicht freiwillig mitspielt? Ist dir bewusst, dass der Andere all das hier nicht verdient hat? Ist dir bewusst, dass es Andere gab - für die dieses Spiel das letzte war was sie jeh spielten. Gespielt - in jungen Jahren. Leben beenden - bevor Leben beginnen. Sag mir was soll dein Gegenüber tun? Sich wehren? Darf er das denn / oder wie lauten die Regeln? & ja ich weiß jetzt denkst du dir - was redet die Alte denn da? Habe ich ihn jemals angefasst? NEIN! Trägt er eine Narbe auf seinem Körper - zugefügt von mir? NEIN! - & ja damit hast du vielleicht recht. Von außen siehst du nichts. Doch mit all deiner Macht - all deiner Größe - hast du es da jeh geschafft hinter die Kulissen zu blicken? Die inneren Narben zu entdecken? Die Tränen die abends ins Kopfkissen fließen? Die Bauchschmerzen früh morgens im Bus? Nein? NEIN - wie solltest DU auch...Schalt deinen Kopf ein & überleg doch mal - was passiert denn wenn die Narben den gesamten Körper übersähen? Was passiert denn, wenn das Kopfkissen keine Tränen mehr auffängt? Was passiert denn, wenn die Bauchschmerzen unerträglich werden? WAS PASSIERT DENN WENN JEMAND KEINEN AUSWEG MEHR SIEHT - KEINEN AUßER DEN TOD? Wenn du heute Abend in den Spiegel blickst.. kurz bevor du zu Bett gehst. Willst du dann wirklich verantwortlich sein? Willst du Schuld sein für die Tränen einer Mutter? Für die Schmerzen einer ganzen Familie? Willst du heute etwas zu lachen haben auf die Kosten eines Anderen? Willst du ein Mobber sein? Oder willst du heute deinen Spaß? - das ist scheinbar die Hauptsache.

Lieber Gemobbter,

ich weiß du bist nicht dumm. Du weißt, dass all das falsch ist. Das sie kein Recht dazu haben dich so zu behandeln. Niemand hat das Recht dich zu schlagen. Niemand hat das Recht dir das Gefühl zu geben du wärst nicht wertvoll genug. Denn genau das bist du. Ich weiß - Mama und Papa sagen dir das auch immer wieder. Doch durch all das was du erlebst - Tag für Tag.  Angst.All die Schikane.. all diese Wörter, all diese Taten - verlieren ihre Worte an Bedeutung. Drum lass es dir von mir sagen - du bist wertvoll. & solange dir das bewusst ist - wird dich niemand brechen können. Kopf runter, es sind nur ein paar Jahre.Bauchschmerzen. Scham.  Man kann nunmal nichts ändern - NEIN vielleicht hast du diese Wörter schoneinmal gehört - dachtest sie wären wahr. Wolltest alles runterschlucken. Doch ich sage dir nein. Denn du bist wertvoll. & ich weiß du bist nicht dumm. Du weißt, dass all das falsch ist. Das sie kein Recht dazu haben dich so zu behandeln. Niemand hat das Recht dich zu schlagen. Niemand hat das Recht dir das Gefühl zu geben du wärst nicht wertvoll genug. Denn genau das bist du. Du bist es wert ! - du bist es wert, dass deine Eltern dir unter die Arme greifen. - du bist es wert, von deinen Lehrern ernstgenommen zu werden. - du bist es wert, all jenen klar zu machen, dass du genau das bist. ETWAS BESONDERES. Etwas Einzigartiges. Ein Mensch. Kopf runter, es sind nur ein paar Jahre.Bauchschmerzen. Scham.  Man kann nunmal nichts ändern - NEIN nein nein nein... Man sagt Angriff ist die beste Verteidigung - in diesem Fall ist das wahr. Du sollst nicht zurückschlagen - nicht so wie sie. & wenn du aufstehst, hoch mit dir, die Tränen aus dem Gesicht wischst. Umdrehen. deinen Peinigern gegenüber. Zeigt deine Reaktion - wer du bist.

Die Mobber entscheiden wer wie lange den Namen "Opfer" tragen darf. 
Die Gemobbten entscheiden wielange die Mobber dieses Spiel spielen dürfen.


Donnerstag, 4. Februar 2016

Meine Lieblings Blogs

Wie viele von DENEN gibt es wohl? Deutschlandweit. In ganz Europa. SO insgesamt halt. Wir alle lesen sie. Nicht alle um Gottes Willen aber den ein oder anderen. Sie lösen die Zeitschriften vom Kiosk ab - langsam aber sicher. Blogs! 
Blogs können faszinieren, mitreißen und uns ab und zu auch etwas lehren. Egal um was es geht. Lifestyle, Mode, Reise, Essen, Selbstfindung, Ideen, etc. Zu jedem Thema, für alle Hobbys, für all diese unzähligen Meinungen gibt es den passenden Blog.  Doch wie findet man unter dieser vielzahl von guten oder weniger guten Blog den richtigen für sich? Google Suchfunktion? Vom Höhren Sagen? Leider blieben viele wirklich gute Blogs unentdeckt. Ich selbst finde alle paar Monate per Zufall einen - bei dem ich dann auch wirklich hängen bleibe. Denn so gut wie jeder hat heutzutage seinen eigenen Blog - woran natürlich nichts verwerflich ist. Jeder sollte tun und lassen können was er mag - wenn er so einen Weg findet sich selbst auszudrücken und zu verwirklichen. Aber ... (haha) ich bin all diese Blogs über das aktuelle OOTD leid. Ganz ehrlich. All das sehe ich doch im Fernsehen, Katalogen und zuhauf auf Instagram. Ich will etwas anderes. Mehr. Echtheit. Authentizität. Ich möchte lieber Texte lesen als die neuste Fellweste zu sehen. Lieber von neuen Ideen erfahren als über den besten Beautyhaul nachzudenken. Ich mag es einfach etwas anders - & ich denke anders ist gut. Zurück zum Thema. Ich mag euch heute einfach mal ein paar meiner absoluten Lieblingsblogs vorstellen. Also ohne weiter um den heißen Brei herumzureden. Tadaa :)


http://anti-uni.de

Diesen Blog - geschrieben von Ben habe ich wirklich erst vor knapp 2 Wochen entdeckt. & doch ich bin absolut begeistert. Ein Blog für all jene die nicht nur ein "normales" Leben wollen. Für alle Macher. & für all die Menschen die etwas Großes schaffen wollen.

http://www.gluten-frei.net

Da ich mich seit letztem Jahr sehr intensiv damit beschäftige, was ich denn eigentlich tagtäglich so zu mir nehme - kam dieser Blog für mich wie gerufen. Hier findet ihr alles über glutenfreies Einkaufen, reisen, kochen & backen.

http://minimalistmuss.com


http://odernichtoderdoch.de

Die liebe Joana und ihr Team. Ich folge dem odernichtoderdoch Blog nun seit ca. 1em Jahr. Ich liebe die Freitagsinspirationen - kleine Tipps zum glücklich sein in dieser furchtbar oberflächlichen Welt. Ich liebe eure Produkte was natürlich daran liegt, dass so gut wie alles bei euch rosa ist (hihi) Ich liebe jedes perfekt ausgeleuchtete Bild auf Instagram. & ich liebe die Minion Gang via snapchat (lichtpoetin)

http://life-to-go.com/

.Jessi & Daniel zwei Freigeister. Schon eine Weile vor ihrer Weltreise folgte ich den beiden über Instagram. & was soll ich sagen ich liebe die beiden. Zwei Menschen die mein Motto voll und ganz vertreten. #collectmomentsnotthings die beiden nehmen und auf Instagram. ihrem Blog und auf Youtube seit bereits 5 Monaten auf ihrer Weltreise mit. Alles verkauft - weg mit den Jobs - Tschüss Alltag - wir hauen jetzt ab. Danke :) fürs teilhaben lassen.

http://kleinstadtcarrie.net/

Neben 3 anderen Mode & Lifestyle Blogs der Einzige dem ich wirklich aufmerksam folge. Hach Luise, wie sagtest du eins selbst. Du würdest es nicht als Modeblog bezeichnen - eher ein Poesieblog. & ich muss sagen..ganz ehrlich.. mir ist es gleich.. nenn ihn wie du willst - ich nenne ihn wunderbar - gefühlvoll - und mehr als gelungen :)

Montag, 1. Februar 2016

Raus aus dem Nimmerland

Ungewissheit. Aufregung. So mein Mädchen, es ist jetzt soweit - du bist erwachsen. So zieh nun raus in die Welt. Ein Konto voll Geld. Naja mehr oder weniger. Aber es muss halt reichen. (haha) Die Hände voller Motivation und der Kopf prall gefüllt mit all jenen Träumen die es wert sind verwirklicht zu werden. Motivation. Tatendrang. Zieh raus in die Welt und erkunde sie. Schau genau hin und ganz egal was dir entgegentreten mag vergiss nicht, dass du deine Augen niemals verschließen darfst - nicht vor all jenen Momenten die es sich zu erleben lohnt, nicht vor all diesen Chancen die sich dir bieten werden und nicht vor all jener Ungerechtigkeit von der du kein Teil werden solltest. Zieh raus in die Welt und erkunde sie. Jede Ecke - jeden Winkel - ach Mädchen es gibt soviel zu entdecken. Ferne Länder, exotische Orte, tiefe Wälder, alte Ruinen, überfüllte Metropolen das offene Meer und doch auch das Café von nebenan verdient es gesehen zu werden. Wertschätzung. Zieh raus in die Welt und erkunde sie. Doch bitte vergiss eines nicht. Denn neben dieser Welt - gefüllt mit bunten Farben gibt es noch etwas - etwas das du kennen solltest. Die vielleicht schwierigste Bindung die du jeh aufbauen wirst. Die Bindung zu dir selbst. Zieh hinaus - und lerne dich selbst kennen.

Von Depressionen, Panikanfällen und Selbstzweifeln geplagt - das bin ich. Mal mehr mal weniger. Das ist die Wolke die meinen Kopf umgibt. Mal mehr mal weniger. Doch trotz dessen, dass ich aufgrund meiner Krankheit doch sowieso schon tagtäglich mit mir beschäftigt bin - bin ich noch immer nicht schlau aus mir geworden. Wir alle wollen uns selbst finden - und nein hierfür habe ich keine Zauberformel zur Hand. wingardium leviosa öffnet hier kein geheimes Cheatfenster. Wir alle wollen uns selbst finden. Unseren Traum leben. Herausfinden wer wir eigentlich sind. Zu uns selbst finden. Doch wie zum Teufel bekommen wir Antworten auf all diese Fragen? Wie finden wir heraus wer wir sind - wo uns doch tagtäglich aufgezeigt wird, dass egal wer wir sind - wir nie genug sein werden. Eine Generation in der junge Menschen für lustige Challenges auf Youtube gefeiert werden. " Wer belegt schneller eine Pizza OHNE die Hände zu benutzen" " Ich schminke meinen Freund" "Was ist in meinem Kühlschrank" "5 Arten sich den Arsch abzuwischen" Eine Generation in der junge Menschen all ihre Aufmerksamkeit auf Outfitposts und das perfekte Make-Up richten. Eine Zeit in der Menschen - welche Großes vollbracht haben vergessen werden.*Martin Luther King, *Anne Frank, *Dalai Lama, *Malala Yousafzai, *Sophie Scholl ! All diese Menschen und leider noch mehr rücken in den Schatten jener denen die Herzen auf Instagram doch egal sind. Ja, klar so bezahlen viele ihre Rechnungen. & daran ist vielleicht auch nichts falsch. Doch die Werte die uns damit vermittelt werden - halte ich schlicht weg für die Falschen. & doch leben wir in einer Zeit in der wir alle vergessen - wie wertvoll jeder Einzelne wirklich sein könnte und im Grunde ist.

Wochenende. Hoch die Gläser. Hoch die Flaschen. Hoch die Kästen. feiern. sich vollaufen lassen. Pelz von gequälten Tieren tragen. Die Nächte werden durchgetanzt. & das Wochenende ist vorbei. Alltag. Ungeliebt. Niemand hat Bock. Das ist es jetzt?... das Leben genießen. Young Wild and Free.

Von Depressionen, Panikanfällen und Selbstzweifeln geplagt - das bin ich. Mal mehr mal weniger. Das ist die Wolke die meinen Kopf umgibt. Mal mehr mal weniger. Doch trotz dessen, dass ich aufgrund meiner Krankheit doch sowieso schon tagtäglich mit mir beschäftigt bin - bin ich noch immer nicht schlau aus mir geworden. Doch eines kann ich euch versichern. Heute hier und jetzt - in diesem Moment bin ich mir meiner selbst bewusster als jeh zuvor. Ich denke ich weiß wohin ich will, und mittlerweile denke ich einen Weg gefunden zu haben der zu mir passt. Nicht zu steinig. & doch gepflastert mit Hürden damit ich nicht vergesse, dass es ab und zu wichtig ist sich daran zu erinnern wie hoch mein springen kann. Zu was man doch eigentlich in der Lage ist. Ich weiß was ich will. Ich kenne meine Prinzipien und ich erinnere mich tagtäglich daran mich an meine eigenen Ratschläge zu halten. Ich bin mir über all jenes was ich nicht kann im klaren, ich kenne jede nervige Macke und aktzeptiere meine Fehler. Was nicht heißt, dass ich aufhören würde an ihnen zu arbeiten. haha. Doch ich kenne auch meine Fähigkeiten. Ich bin gut - in vielen Dingen und lasse mich nicht mehr kleinreden. Ich kenne meinen Wert - eine Eigenschaft die hoffentlich jeder Mensch einmal zu schätzen lernt.

Neben all jenem was heutzutage zu zählen scheint - sollten wir uns viel öfter einmal Zeit für das Wichtigste nehmen - uns selbst. Es geht nicht darum - mit dem feiern aufzuhören - es geht darum zu erkennen, dass es nicht das ist was euch zu euch selbst führen wird.

Denn auch wenn keiner es hören will - Wir müssen raus aus dem Nimmerland - erwachsen werden - und erkennen wer wir sind / was wir bewegen können.
Doch keine Sorge - unsere Träume die nehmen wir natürlich mit.

Küsschen, Kristin