Sonntag, 11. Oktober 2015

Vielleicht eher das hier.

Wilde Partynächte. Du & Ich und wir alle - gemeinsam durch die Nacht.
Höher, Schneller, Weiter - immer mehr und mehr.
Wir sitzen zusammen - die Musik bereits zu laut.
Wir trinken - die Männer etwas mehr. Wir sitzen im Bad - ein Glas Prosecco in der Hand.
Concealer, Puder und der Lidstrich sitzt - das wird eine gute Nacht.
Lass und anstoßen - Prost - auf die Nacht der Nächte.
Wir ziehen los - der Abend gehört uns.
Warten - rein - rein ins Vergnügen. Ein Coktail bunter als der andere. Regenbogen
Musik .. Lärm?
Die Musik zu laut - und all die schönen Wörter aus deinem Mund - ich kann sie nicht hören.
Die Musik zu laut, die Farben zu grell, die Nacht zu lang.
Zu dunkel.. & vielleicht einfach nichts für mich.
Sie sagen doch - das hier ist cool - das hier macht frei - ok? da bin ich dabei? 


Hallo ihr Lieben - ich hoffe ihr hattet eine tolle Woche.
Meine war leider etwas gepräkt von Stress und Krankheit.
Den Stress brauche ich vielleicht ein wenig - einfach um nicht zu viel nachzudenken /
die Krankheit eher nicht. Kopfweh. Schwindel, dickste Nase - bäh!
Umso glücklicher war ich, dass wir gestern einen Ausgleich gefunden haben.
Runterkommen. Durchatmen. Wärme spüren.
Nicht von draußen - die Sonne zeigt sich nicht ehr so oft. Obwohl ich nicht frieren musste.
Aber in mir drinnen. Ein Tag - du & ich. Unendlich viel Zeit - unendlich viele Kostbarkeiten.
Denn ich merke - all diese Geschichten, unvergesslich, sie werden nicht nur Nachts geschrieben.


Vor ca. 6 Jahren - da wusste man schon wo man mich findet.
Irgendwo zusammen mit der Gang - eine Shisha - und viel zu viel Alkohol.
Wollen wir uns am Wochenende treffen? Ja, klar.. das Sparschwein wurde geplündert.
4€ ? Ok, für eine Flasche Korn wird das wohl reichen. Klare Flüssigkeit.
Wir zusammen, so oft und doch hatten wir alle uns nichts zu sagen.
Wir hatten Spaß - und was für welchen. Gelächter, rote Wangen.
& doch ich fühlte mich nie ganz da - nie ganz angekommen.
Ich wollte unvernünftig sein doch - und auch erwachsen - all diese Sachen machen.
Aber das hier? Jedes mal?


Irgendwann, da fing es an, da fürchtete ich mich - vor dem Wochenende.
Ich wusste was kommen würde. In meinem Zimmer verkriechen? Nein, so war ich nicht.
Ich brauchte sie alle so sehr - dachte ich. Ich wollte sie brauchen - wollte dazu gehören - wollte
ankommen. Doch die Reise fand kein Ende. Verbittert. Verirrt.
Ich fürchtete mich. Jedes mal wieder vor dem nächsten Morgen - dem Morgen den ich nicht
erleben würde. Ich würde nicht spüren wie die ersten Sonnenstrahlen durch mein Fenster scheinen.
Würde nicht ausgeruht in den Tag starten & auch die nervigen Vögel würde ich gewiss überhören.
Nach jedem Wochenende - jedem Sonntag Abend - fühlte ich mich leer.
Wir hatten so viel erlebt und doch fühlte ich mich so. Unspektakulär?
Wir alle wollten doch nur eins wir wollten mehr - ist mehr haben denn wirklich so wichtig?
Sind wir nur dann interessant wenn wir von langen Nächten und tiefen Schatten unter den Augen
berichten können? Oder ist es nicht doch so. dass weniger mehr ist?


Irgendwie konnte ich mich nicht so fühlen wie sie sagten. Frei, erwachsen, unabhänig.
Und viel früher als ich es zugeben wollte begriff ich, dass das alles nichts für mich war.
Ich mag es nicht - mich Stundenlang durch die Nacht zu tragen - krampfhaft - der Drang
etwas zu erleben - etwas besonderes sein. Menschen - die ich nicht mochte. Viel zu viele. Auf
viel zu kleinem Raum. Zu laut, zu bunt, zu viel. Zu viel Alkohol. Zu viel Geschrei. zu viele Pillen.
K.O.
Einmal da war ich auf einer Houseparty - eine Party die mich erschüttern sollte.
Es war nett - die Musik nicht zu laut - interessante Gespräche, bewegende Geschichten und doch
wieder viel zu viel Alkohol die Stimmung kippte. Es wurde laut, bunt und grell.
Sangria, Vodka, Berenzen und all die farbenfrohen Sachen standen auf einmal auf dem Tisch.
Ich trank mit - ich vertrage viel - wirklich. Aber irgendwas war diesmal anders.
Filmriss.
Party - vor dem Haus auf dem Bürgersteig - zusammen mit einer Freundin - auf
dem örtlichem Sportplatz zusammen mit menem Ex - Im Hausflur. seine Mama redet auf mich ein
ob denn wirklich alles ok sei.- Zusammen schleppten wir uns die Treppen rauf -
aufgewacht in seiner Boxershorts.
Ja das alles erschütterete mich - nein, ich hatte nicht zuviel getrunken - ich hatte nicht die Beherschung verloren und etwas schlimmes getan - denn er hatte eine neue Freundin.
Nein, es war schlimmer. Eine Houseparty - ich kannte jeden von ihnen.
Es war nicht zu viel Alkohol - es war eine KO. Pille.
Bis heute kann ich mich nur an diese Fetzen erinnern - das wars.
Bis heute fühle ich mich furchtbar. Ich KO. er zuviel Alkohol - er war nichteinmal auf dieser
Houseparty. & wieder merkte ich das alles war nicht ich.
Ich wollte nicht immer weiter, nicht immer höher und vor allem wollte ich nicht von solchen
Geschichten erzählen. Später einmal. Nein.


& dam kam irgendwer. Nein, nicht irgendwer. Sondern du.
Wir zeigten einander, dass es nicht immer etwas besonderes sein musste. Etwas großes.
Nein es konnte viel magischer sein als eine Nacht mit bunten Lichertn.
Du und ich zusammen - auf dem Sofa - das Lieblingsessen vom Chinesen bestellt.
Du und ich - und ein Glas Cola in der Küche.
Du und ich - Prinz Leo immer dabei - eine abendliche "kleine" Runde. Klein und plötzlich
3 Stunden später hatten wir Gott und die Welt analysiert.
Du und ich - zusammen mit Freunden einen schönen Abend im Restaurante.
Du und ich - und neue Bekannschaften - Menschen die Meinungen haben - interessante Gespräche.
Nicht höher, nicht schneller, nicht besser, und doch mehr als perfekt.
Ich gehe nicht gerne feiern - nein, ich genieße die Tage - und erhole mich Nachts.
Das bin ich. & das ist ok.
Und wieso ich das betonen muss? Weil ich mir so lange eingeredet habe, dass es nicht
ok ist - dass ich so nicht zu sein habe. Man muss sich anpassen.
Mit dem Strom schwimmen - ein falsches Wort und du bist raus.
Aber das ist ok - ich bin lieber raus - und bin dafür ich.


Die Bilder zeigen euch ein paar kleine Einblicke unseres Samstag Nachmittags :)
Zusammen mit meiner Schwiegermama und ihrem Freund waren wir auf dem Bauernmarkt
in einem anliegendem Kurort. Ich liebe liebe liebe es frisch vom Markt einzukaufen.
Und naja für schöne Handarbeit sprich Deko bin ich sowieso immer zu haben :D

ps: ich habe nicht grundsätzlich etwas dagegen in einen Club zu gehen - geschweigedenn kritisiere ich die Menschen die es wöchentlich tun - aber das hier bin ich und wieso sollte ich euch meine Meinung hierzu vorenthalten? :)

Kommentare:

Lynn&Chloé hat gesagt…

Ein sehr schöner Text. Ich kann deine Meinung sehr gut nachvollziehen und fühle mich so ähnlich. Gezwungenermaßen muss ich aber alle paar Wochen auf eine Abifinanz von uns, aber weniger zum Spaß haben, sondern zum Arbeiten...
Stadtfeste mag ich dagegen irgendwie lieber :)
Btw auch sehr schöne Bilder und die Deko steht dem Kürbis echt gut :D
Es würde mich freuen wenn du auch bei mir vorbei schaust :)
Allerliebst Chloé♥
http://la-vie-est-belle-lynnchloe.blogspot.de/

Kristin König hat gesagt…

Danke für deine lieben Worte :)
Ja der Kürbis hätte auch beinahe einziehen dürfen aber mein Liebster fand es dann doch etwas zu kitschig :D
Ich schaue auf jedenfall mal vorbei.

xo, Kristin

Maj- Britt hat gesagt…

Hallo Kristin,

bin gerade durch Zufall auf deinen Blog gestoßen und habe mir diesen Artikel durchgelesen. Hat mich irgendwie so gefesselt, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Gerade, weil ich auch manchmal solche Gedanken habe. Früher bin ich sehr gern mit Alkohol feiern gegangen. Nach den langen Nächten folgte dann immer mindestens 1 Tag, der nicht zu gebrauchen war. Mittlerweile gehe ich immer noch sehr sehr gerne feiern (tanze halt gern ;) ), aber Alkohol muss nicht sein. Es tut mir auch immer wieder leid, wenn ich merke, dass Menschen nur mit Alkohol Spaß haben können, aber so möchte ich auch nicht sein. Und oft habe ich mich gefragt ob es schlimm ist, wenn ich mal einen Abend keine Lust habe dazuzugehören und statt dessen einfach auf der Couch zu liegen, denn ich hatte immer das Gefühl etwas zu verpassen. Mittlerweile kann ich auch mal nein sagen ohne mich außen vor zu fühlen. Aber an diese Gedanken hat mich dein Artikel gerade erinnert. Danke für den Bericht! :)

Liebe Grüße
Maj-Britt

www.dailymaybe.de