Sonntag, 25. Oktober 2015

Können Depressive lieben?

Ich habe mir lange überlegt was ich schreiben soll.
Welche Worte ich euch heute mitgeben möchte. Doch jede Notiz - jeder Gedanke - all die hübsch zusammengelegten Wörter passten nicht. Ich war unzufrieden. Denn ich wollte soviel vermitteln.
Ich klappte meinen Laptop auf - Angst, angespannt - tippte in google.de die Wörter "können Depressive lieben ein" las. und las.

Ich war sauer, stinksauer - ich kochte, lief über, explodierte, konnte es nicht fassen.
Schmiss den Laptop neben mich - wollte nicht mehr über dieses Thema schreiben - musste weinen.
Tränen liefen und liefen - und es hörte nicht auf. Ich war geschockt, konnte nicht atmen - Schnappatmung - meine Brust schmerzte. Wie konnte das sein? Wie konnten Menschen so urteilen?

" Würde ich heraus finden, dass mein Freund depressiv ist würde ich sofort Schluss machen - solche Menschen können keine Liebe empfinden "

" Mir wäre so ein Partner viel zu anstrengend "

" Früher oder später wird das sowieso in die Brüche gehen - mach lieber gleich Schluss "

" Mach dir nichts vor - solche Leute lieben niemanden, nichtmal sich selbst" 

Wie können Menschen so etwas sagen? So herzlos sein? So übertrieben direkt. Festgefahren.
Obwohl all diese Worte nicht an mich gingen, nicht direkt fühlte ich mich angegriffen - hilflos - in die Ecke gedrängt. Was könnte ich schreiben - was könnte ich tun?
Um euch zum umdenken zu verleiten, euch zu überzeugen?
& plötzlich da viel es mir ein.

Ich musste nichts tun. Ich musste nichts beweisen. Ich würde euch einfach die Wahrheit sagen. So wie es ist. So wie es immer war. & wie ich hoffe noch viele Jahre lang so sein wird.
Vielleicht für immer.

Für die Liebe meines Lebens.

Tobias, du und ich - gestern vor genau 6 Jahren.

24.10.2009 - unser Tag - zusammen sein, einenader gefunden.
Soviel mehr als ein Kuss, mehr als eine paar Tage, mehr als nur guter Sex so viel mehr als all das was ich zuvor kannte. Soviel mehr als all das was ich mir jeh erhofft hatte. All das habe ich trotz allem bekommen - denn es stimmt doch - man kann alles haben.

Nach ca. einem halbem Jahr wusstest du alles. Erstaunlich schnell konnte ich mich öffnen dir alles anvertrauen. Jedes Wort verließ meinen Mund - fand Gehör. Jede Träne wurde aufgefangen, weggeküsst. All dem Schlechten wurde Aufmerksamkeit geschenkt doch nie mehr als unbedingt nötig.Und neben all dem Mist den ich mit mir herumschleppte - sah ich das erste mal, was ich zuvor nie wahrnehmen konnte. Ich sah die Last - Last die auch auf deinen Schultern weilte. Nicht nur ich war es die einen Klotz - schwer wie Blei - mit sich herum schleppte. Nein, du auch. Auch du mit deiner charmanten Art, deinem süßem Lächeln hattest etwas das dich stetig begleitete.
Nicht so wie ich - aber nur weil etwas anders ist - ist es nicht besser.
& durch dich habe ich etwas gelernt - habe gelernt, dass jeder etwas hat was er mit sich tragen muss nicht nur ich. Jeder Mensch hat etwas - ein Problem - & das hier ist kein Wettkampf - kein Problem ist schlechter/besser. Keins ist unwichtig und keins lässt sich alleine tragen.

Zusammen gekommen. Ein schlechter Ruf. Ich - viel zu anstrengend.
Du ein Frauenheld.
& keiner hat an uns geglaubt und wenn ich so zurück denke gehörte ich dazu.
Glaubte nicht daran, dass mich jemand will - einfach weil ich bin so wie ich bin.
Nach 2 Wochen zu dir gezogen. Aller erklärten uns für verrückt.
Nach 4 Monaten die erste gemeinsame Wohnung. Das Lästern ließ nicht nach.

Zusammen leben. Ein auf und ab. Ewig. Wie eine Fahrt. Berg und Tal.
& oh Gott wie oft waren wir ganz unten. Waren überfordert. Konnten einander nicht verstehen,
Wie oft haben wir geweint. Wie oft uns in den Armen gelegen. Seufzen. Verzweifelt. Kurz vor dem Aufgeben. Doch wie ein Wunder - wie der Glaube an ein magisches Licht.
Fanden wir immer wieder zueinander. Immer.
Haben uns nie aufgegeben. Geredet, gestritten, geschrien, gelacht, Streit - Versöhnung.
Auf und ab. So lange ging es ab. Ganz unten - Doch dann ganz unverhofft.
Da fanden wir dieses Licht.. erst ein kleiner Strahl dem wir folgen mussten - wir liefen immer weiter. Egal wie holbrig der Weg war. Egal wie groß die Steine waren. Gekämpft - und gewonnen?
Zumindest nie aufgegeben.

Der schlimmste Anstieg, Therapie, 3x mal die Woche.
Therapie, am Ende, geweint, jeden Tag, gegessen aus Frust aus Angst. Panikattacken.
Der Gang zur Polizei. Mein Herz klopfte. Du neben mir - meine Hand in deiner.
Du drückst sie - motivierst mich nicht umzukrehen. Und ich gehe - ich gehe und spreche.
Wir ziehen das durch zusammen.
Gericht - 1,5 Jahre später. Nocheinmal stark sein. Nicht das Opfer sein.
Du bist dabei. Blickst mit in die Augen - blickst ihm in die Augen.
Bleibst ruhig - lässt mich ruhig werden. Dein Herz - es beruhigt meins. Danke.

Danke für jeden Tag, jede Stunde, jede Sekunde - im Streit, beim schreien, beim verzweifeln, beim lachen, beim freuen für den anderen - für einander. Für soviel Liebe, für all dieses Lachen. Diese schönen Momente - magisch. Vertraut. Geliebt. Ich lebe mit dir. Ich liebe dich - durch dich.

Können Depressive lieben? 

JA - können sie!
Können sie, wenn eine Sache gegeben ist.
Auch sie müssen geliebt werden. Nicht mal so nebenbei. Nein, voll und ganz.
Mit Haut und Haaren. Aufopfernd. Mit jeder Faser. Bereit zusammen einen Berg zu erklimmen.
Abzurutschen - ab und zu. Sich festhalten müssen. Festkrallen. Ich will nicht ganz abrutschen.
Nicht ganz nach unten - da will ich nicht wieder hin - nie wieder!
Auch dann wenn alle sagen, dass es nicht machbar ist.
Man kann es schaffen - wir haben es geschafft - 6 Jahre bereits.
& jeder ganz egal ob krank oder nicht hat ein Recht.
Ein Recht darauf glücklich zu sein. In ein anderes Augenpaar zu blicken. Liebe zu sehen.
Vertrautheit. Heimat. Glück. Zuversicht. Licht - eine Zukunft - gemeinsam.

& im Grunde geht es nicht um all diese Meinungen.
Es geht nur um das hier. Um dich und mich.
Nicht darum wie ihr eine perfekte Beziehung definieren würdet.
Sondern darum wie wir das tun.
& auch in die selbe Richtung müssen wir nicht immer blicken NEIN.
Du ein Individum und ich ein Individum - manchmal die Köpfe in andere Richtungen geneigt.
Den Spalt zwischen uns niemals zu groß werden lassen. Uns festhalten.
Ich halte deine Hand. Spüre deine Wärme. Drücke sie fest.

ICH LIEBE DICH!

Ja, ich kann lieben. Ich kann leben, ich kann lachen, ich kann Freude empfinden.
Ja, es gab Zeiten da empfand ich all das nicht. Doch DU - du hast den Spalt zwischen uns nicht zu groß werden lassen. Im letztem Moment hast du meine Hand ergriffen - immer.
Hast uns zusammegehalten - wie Klebstoff. Fester noch. Unzertrennbar. Unverwundbar.
Zusammen.
Ja, ich kann lieben.Ich kann leben, ich kann lachen, ich kann Freude empfinden.
Ja, die Schmerzen sitzen tief. Tief eingebrannt. Feuer rot. Eine Narbe quer übers Herz.
Ein Loch mitten im Herz? Kannst du es füllen? Können wir zusammen die Schmerzen lindern?
Sie heilen?
Ich bin gespannt.
& sollten wir uns trennen. Sollte der Spalt zu groß werden - du kannst mich nicht halten.
Würde ich all die Jahre nicht bereuen. All die schlechten - und die guten Tage. Würde ich nie vergessen. All die Liebe die du mir zukommen ließt.
All die Liebe die ich für dich empfinden konnte.
Ich lebe - Ich liebe.
Ich KANN lieben.

Ich liebe dich, Tobias.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Vielleicht eher das hier.

Wilde Partynächte. Du & Ich und wir alle - gemeinsam durch die Nacht.
Höher, Schneller, Weiter - immer mehr und mehr.
Wir sitzen zusammen - die Musik bereits zu laut.
Wir trinken - die Männer etwas mehr. Wir sitzen im Bad - ein Glas Prosecco in der Hand.
Concealer, Puder und der Lidstrich sitzt - das wird eine gute Nacht.
Lass und anstoßen - Prost - auf die Nacht der Nächte.
Wir ziehen los - der Abend gehört uns.
Warten - rein - rein ins Vergnügen. Ein Coktail bunter als der andere. Regenbogen
Musik .. Lärm?
Die Musik zu laut - und all die schönen Wörter aus deinem Mund - ich kann sie nicht hören.
Die Musik zu laut, die Farben zu grell, die Nacht zu lang.
Zu dunkel.. & vielleicht einfach nichts für mich.
Sie sagen doch - das hier ist cool - das hier macht frei - ok? da bin ich dabei? 


Hallo ihr Lieben - ich hoffe ihr hattet eine tolle Woche.
Meine war leider etwas gepräkt von Stress und Krankheit.
Den Stress brauche ich vielleicht ein wenig - einfach um nicht zu viel nachzudenken /
die Krankheit eher nicht. Kopfweh. Schwindel, dickste Nase - bäh!
Umso glücklicher war ich, dass wir gestern einen Ausgleich gefunden haben.
Runterkommen. Durchatmen. Wärme spüren.
Nicht von draußen - die Sonne zeigt sich nicht ehr so oft. Obwohl ich nicht frieren musste.
Aber in mir drinnen. Ein Tag - du & ich. Unendlich viel Zeit - unendlich viele Kostbarkeiten.
Denn ich merke - all diese Geschichten, unvergesslich, sie werden nicht nur Nachts geschrieben.


Vor ca. 6 Jahren - da wusste man schon wo man mich findet.
Irgendwo zusammen mit der Gang - eine Shisha - und viel zu viel Alkohol.
Wollen wir uns am Wochenende treffen? Ja, klar.. das Sparschwein wurde geplündert.
4€ ? Ok, für eine Flasche Korn wird das wohl reichen. Klare Flüssigkeit.
Wir zusammen, so oft und doch hatten wir alle uns nichts zu sagen.
Wir hatten Spaß - und was für welchen. Gelächter, rote Wangen.
& doch ich fühlte mich nie ganz da - nie ganz angekommen.
Ich wollte unvernünftig sein doch - und auch erwachsen - all diese Sachen machen.
Aber das hier? Jedes mal?


Irgendwann, da fing es an, da fürchtete ich mich - vor dem Wochenende.
Ich wusste was kommen würde. In meinem Zimmer verkriechen? Nein, so war ich nicht.
Ich brauchte sie alle so sehr - dachte ich. Ich wollte sie brauchen - wollte dazu gehören - wollte
ankommen. Doch die Reise fand kein Ende. Verbittert. Verirrt.
Ich fürchtete mich. Jedes mal wieder vor dem nächsten Morgen - dem Morgen den ich nicht
erleben würde. Ich würde nicht spüren wie die ersten Sonnenstrahlen durch mein Fenster scheinen.
Würde nicht ausgeruht in den Tag starten & auch die nervigen Vögel würde ich gewiss überhören.
Nach jedem Wochenende - jedem Sonntag Abend - fühlte ich mich leer.
Wir hatten so viel erlebt und doch fühlte ich mich so. Unspektakulär?
Wir alle wollten doch nur eins wir wollten mehr - ist mehr haben denn wirklich so wichtig?
Sind wir nur dann interessant wenn wir von langen Nächten und tiefen Schatten unter den Augen
berichten können? Oder ist es nicht doch so. dass weniger mehr ist?


Irgendwie konnte ich mich nicht so fühlen wie sie sagten. Frei, erwachsen, unabhänig.
Und viel früher als ich es zugeben wollte begriff ich, dass das alles nichts für mich war.
Ich mag es nicht - mich Stundenlang durch die Nacht zu tragen - krampfhaft - der Drang
etwas zu erleben - etwas besonderes sein. Menschen - die ich nicht mochte. Viel zu viele. Auf
viel zu kleinem Raum. Zu laut, zu bunt, zu viel. Zu viel Alkohol. Zu viel Geschrei. zu viele Pillen.
K.O.
Einmal da war ich auf einer Houseparty - eine Party die mich erschüttern sollte.
Es war nett - die Musik nicht zu laut - interessante Gespräche, bewegende Geschichten und doch
wieder viel zu viel Alkohol die Stimmung kippte. Es wurde laut, bunt und grell.
Sangria, Vodka, Berenzen und all die farbenfrohen Sachen standen auf einmal auf dem Tisch.
Ich trank mit - ich vertrage viel - wirklich. Aber irgendwas war diesmal anders.
Filmriss.
Party - vor dem Haus auf dem Bürgersteig - zusammen mit einer Freundin - auf
dem örtlichem Sportplatz zusammen mit menem Ex - Im Hausflur. seine Mama redet auf mich ein
ob denn wirklich alles ok sei.- Zusammen schleppten wir uns die Treppen rauf -
aufgewacht in seiner Boxershorts.
Ja das alles erschütterete mich - nein, ich hatte nicht zuviel getrunken - ich hatte nicht die Beherschung verloren und etwas schlimmes getan - denn er hatte eine neue Freundin.
Nein, es war schlimmer. Eine Houseparty - ich kannte jeden von ihnen.
Es war nicht zu viel Alkohol - es war eine KO. Pille.
Bis heute kann ich mich nur an diese Fetzen erinnern - das wars.
Bis heute fühle ich mich furchtbar. Ich KO. er zuviel Alkohol - er war nichteinmal auf dieser
Houseparty. & wieder merkte ich das alles war nicht ich.
Ich wollte nicht immer weiter, nicht immer höher und vor allem wollte ich nicht von solchen
Geschichten erzählen. Später einmal. Nein.


& dam kam irgendwer. Nein, nicht irgendwer. Sondern du.
Wir zeigten einander, dass es nicht immer etwas besonderes sein musste. Etwas großes.
Nein es konnte viel magischer sein als eine Nacht mit bunten Lichertn.
Du und ich zusammen - auf dem Sofa - das Lieblingsessen vom Chinesen bestellt.
Du und ich - und ein Glas Cola in der Küche.
Du und ich - Prinz Leo immer dabei - eine abendliche "kleine" Runde. Klein und plötzlich
3 Stunden später hatten wir Gott und die Welt analysiert.
Du und ich - zusammen mit Freunden einen schönen Abend im Restaurante.
Du und ich - und neue Bekannschaften - Menschen die Meinungen haben - interessante Gespräche.
Nicht höher, nicht schneller, nicht besser, und doch mehr als perfekt.
Ich gehe nicht gerne feiern - nein, ich genieße die Tage - und erhole mich Nachts.
Das bin ich. & das ist ok.
Und wieso ich das betonen muss? Weil ich mir so lange eingeredet habe, dass es nicht
ok ist - dass ich so nicht zu sein habe. Man muss sich anpassen.
Mit dem Strom schwimmen - ein falsches Wort und du bist raus.
Aber das ist ok - ich bin lieber raus - und bin dafür ich.


Die Bilder zeigen euch ein paar kleine Einblicke unseres Samstag Nachmittags :)
Zusammen mit meiner Schwiegermama und ihrem Freund waren wir auf dem Bauernmarkt
in einem anliegendem Kurort. Ich liebe liebe liebe es frisch vom Markt einzukaufen.
Und naja für schöne Handarbeit sprich Deko bin ich sowieso immer zu haben :D

ps: ich habe nicht grundsätzlich etwas dagegen in einen Club zu gehen - geschweigedenn kritisiere ich die Menschen die es wöchentlich tun - aber das hier bin ich und wieso sollte ich euch meine Meinung hierzu vorenthalten? :)

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Wie abhängig sind wir? (3)

*zzzzzz* *zzzzzzz* ahh eine Nachricht.
(...) was? OH MEIN GOTT? Dm hat wirklich schon wieder eine neue Limeted Edition?
Oh nein, und die Verpackung ist ja wohl der Wahnsinn. Bitte was?
Ein neuer Essie Nagellack ist auch schon wieder im Handel?
Ok also 8 € + 4€ für Duschgel - muss die Packung schon so 4x mal kaufen - wegen
Limeted und so.. wer weiß wie lange es die noch gibt.
Mal nachsehen - ahh ok - ich habe noch 9 Body Lotions.. aber die
neue Verpackung manno und die riecht nach rosa Regenbogen.
Ach was solls die 6€ für 2 Packungen werde ich jetzt ja wohl auch noch haben.
Also 8+4+6= 18€
Ja ok das geht ja noch :) .. Aber wenn ich dann schonmal da
bin.. hm.. Deo, Handcreme - na klar ich brauche unbedingt Handcreme.
Vielleicht noch eine andere Bodylotion, Gesichtscreme, Abschminktücher,
Lippenbalsam, Zahnbürste, Haarkur, Shampoo, Spülung, Haarspray - gut
das mit den 18€ wird dann wohl nichts. Aber was soll ich machen?
Ich brauche das - ganz echt!

__________________________

Konsum.

Sind wir eig. alle krank. alle abhänig. alle süchtig?
Mal ganz im Ernst. Wann habt ihr zuletzt in euren Schrank gesehen? 
Nicht in den mit den Klamotten - da ist ja sowieso nie was zum anziehen drin :D
Sagen wir es mal so ich meine eher diese Bad - und Beautyecke. 
Bei mir ist das ein Regal hinter einem Vorhang im Flur sowie ein 
Hängeschrank im Badezimmer.
Zurück zum Thema - wie sieht es so in eurer Beauty Ecke aus? 
Wieviel von dem was da so rumsteht braucht ihr? WIRKLICH? 
Wieviel von dem was da so rumsteht benutzt ihr - täglich?
Wieviel von dem was da so rumsteht war eigentlich zu teuer?
Wieviel von dem was da so rumsteht habt ihr noch nie benutzt?
Wieviel von dem was da so rumsteht - steht da seit mehr als 3 Monaten UNBENUTZT?


Ich besitze 13 Handcremes ( eine habe ich noch gefunden nachdem das Foto entsanden ist ) 
Und nein ich brauche die natürlich alle nicht. 
Wie war das? "Ohh Essence hat eine ganze Wintercollektion und die 
Verpackungen sind soo schön - 3 Düfte na die muss ich natürlich alle haben. 

Aber wieso denn? 
Wieso muss man so dermaßen im Überfluss leben? 
Wozu brauche ich 13 Cremes für die Hände?
Ja - richtig - ich brauche sie nicht.
Ich brauche eine !
Sagen wir 2 - eine die zuhause steht und eine die immer in der Handtasche bleibt.

& die 11 anderen habe ich nicht gekauft weil ich sie brauchte. 
Nein, ich dachte ich würde sie brauchen - einfach um glücklicher zu sein.. besser zu sein.

Besitz.. alles in unserem Leben dreht sich nur darum.. 
Wer hat was? Was könnte ich noch mehr haben? Was will ich alles haben? 
Listen über Listen.. Am Anfang des Monats ist das Gehalt bereits für den nächsten verplant.
Kann das richtig sein? Defninieren wir uns nur noch darüber?
Ist mehr wirklich immer besser? Müssen wir immer mehr haben nur um glücklich zu sein?

& wer jetzt denkt ja ok die Kleine hat einen Tick - die sammelt halt Handcremes
ah ah ah ah weit gefehlt - denn das ist erst der Anfang.


Ja, das sind allen ernstes 43 Nagellacke.. 
Von all diesen benutze ich vielleicht 5 Stück - und das ist vielleicht schon etwas hoch gegriffen.
Nein, ich brauche die restlichen nicht.
Warum aber habe ich sie mir dann gekauft? 

- zB. den Chanel Nagellack habe ich mir nicht gekauft - ich habe ihn von 
Tobias bekommen aber nur weil ich ihn unbedingt wollte. Und warum? 
Weil irgendwelche Frauen auf Instagram ihn hatten - diese Art von Frauen 
die 60.000 Follower haben. & wenn sie sie haben muss ich ihn auch haben - ganz klar!?
- viele wollte ich haben einfach weil andere sie hatten
- und wenn ich ehrlich bin ja das war der Grund - aufeinmal sammelten alle Nagellack. 
Das war dann mal cool. Und da andere dadurch Bewunderung erhielten wollte ich mithalten.

43 kleine Gläser voll mit Nagellack - sagen wir im Schnitt 5 Euro pro Lack.. 
43 x 5 =215€ 
Ich habe im Schnitt 215€ für dieses Bild ausgegeben.
War es das wert? 

NEIN!

Warum? Er steht nur rum - hübsch angeordnet in einem Regal - das wars - ich 
lackiere mir selten die Nägel - bin zu faul sie regelmäßig aufzuhübschen und 
lasse sie somit lieber gänzlich natürlich.

__________________________

Ich könnte euch jetzt noch 30 Bilder hochladen - immer mit einem anderem Thema.

Schuhe - Kleidung - DVD´s - Deko - Lebensmittel - Schminke allgemein - Krims Krams.

Doch all das bringt mir im Prinzip nichts.
Na klar - jeden Tag ein neues Kleid, immer die passenden Schuhe, meine
eigene Videothek, hier ein Döschen da ein Bildchen, ein übervoller Kühlschrank,
Schminke für 4 Jahre und 20 Personen.

Ich sage euch eins ich brauche das alles nicht - und eigentlich brauchen wir das alle nicht.
Keiner von uns - keiner von uns braucht einen Vorrat von 20 Duschgelen
zuhause und nein auch 2 weniger sind nicht besser. & solange nicht morgen
die Zombie Apokalypse ausbricht - müsst ihr auch nicht bunkern :)
Ich werde in der kommenden Zeit und generell in Zukunft lernen erstmal das
aufzubrauchen was ich habe - & nur dann etwas zu kaufen wenn ich es
wirklich brauche. Klar das tut unserer Wirtschaft nicht gut aber mir.
Meinem Portmonaise und meiner Seele.
Und ja, richtig gelesen - meiner Seele.
Denn ich definiere mich nicht weiter über Materielles.


Sonntag, 4. Oktober 2015

Theraphieform - Kunst

Gefühle. Was könnte da sein? So lange versteckt, verborgen, niemanden unter die Augen gekommen. Soll all das raus? Kann all das raus? Und wenn ja - dann sag mir wie! Wie soll ich all dem Farbe geben - wo doch alles so vermischt zu sein scheint. Wie soll ich all dem Raum geben?
Lohnt es sich alles auszusprechen? All das Leid, die Freude, die Furcht ... muss denn immer alles gesagt werden - oder ist Schweigen doch Gold?
Ein Pinsel, ein Stift - irgendetwas - um sich auszudrücken.
Papier, eine Leinwand, am Rande eines Zeitungsartikels. Ein wenig kritzeln.
Nicht alles was wunderschön ist muss ein Meisterwerk sein.
& kein Meisterwerk ist für kederman schön.
Kälte, Wärme, Akzente, nur noch ein Pinselstrich - und fehlt da nicht noch etwas Glitzer?
Klare Linien - alles durcheinander - ach was soll´s - ich mach es einfach so wie es mir gefällt.
Mein Pinsel, mein Werk, meine Farben. meine Gefühle.
Gefühle - ja die habe ich - alles aussprechen - nein das mag ich nicht.


Ehrlichkeit - ist für mich das A und O. Egal wo; Sei es im Job, der Familie oder unter Freunden.
Genauso wichtig ist mir die Ehrlichkeit zu meinen Lesern.
Wieso sollte ich euch erzählen wie sehr mir die Kunsttherapie geholfen hat?
Wenn es doch gar nicht so ist.

Ich habe schon immer ganz gerne gemalt.
Naja also zumindestens als ich klein war. Malen nach Zahlen und die schönen Kleider der Märchenprinzessinen in meinen Malbüchern. All das habe ich gerne lebendig werden lassen.
Mit dem Alter kristalisierte sich jedoch heraus, dass meine Talente woanders waren. Ich war/bin kein Künstler - zumindest nicht in diesem Bereich.

Trotzdem würde ich euch gerne etwas über meine Kunsttherapie erzählen.
Denn nur weil mir etwas nicht geholfen hat - muss es kein Quatsch sein.

Meine 1. "Kunststunde" hatte ich vor ca. 1em Jahr als ich stationär zur Rehabilitation in Bad Wildungen war. Irgendwann erzähle ich euch mal wie so eine Reha abläuft.
Jedenfalls saß ich da mit meiner Gruppe - und um ehrlich zu sein hatte ich von Anfang an keine Lust darauf zu zeichnen. Vielleicht waren diese negative Gedanken mein Fehler. & vielleicht hätte ich viel mitnehmen können - wäre ich nicht so voreingenommen gewesen.
Ich saß also da - der Therapeut kam rein und gab jedem von uns ein Mandala - ernsthaft?
Ernsthaft! Er sagte wir sollten nur Farben benutzen die uns glücklich machen würden.
Ein freudiges Bild - irgendetwas das man gerne ansehen würde.
& tada ich war genervt. Wieso mussten es denn fröhliche Farben sein?
Können nicht auch kalte Farben schön sein? Nett anzusehen? Was soll das denn - ich habe keine Lust.
Ich will auf mein Zimmer. & doch ich wollte keinen Ärger machen - also fing ich an.
Mein Bild - ich erinnere mich noch genau war ziemlich pink lastig. hihi
Nach 1,5h war die Anwendung vorbei. Zum Ende hin konnten wir nach und nach unsere Bilder mit dem Therapeuten besprechen. Irgendwie war mir ganz mulmig. Ich wollte nicht alleine mit einem Mann sein. Aber gut - Augen zu und durch.
Er fragte mich, was ich denn bei den einzelnen Farben gefühlt hätte.
Ich war völlig überfordert - ich hatte keine Ahnung was dieser Mann von mir wollte.
Was wollte er denn jetzt hören? Das ich an die Farbe des Posters in meinem Zimmer während des sexuellen Missbrauchs gedacht habe? - Nein, habe ich nicht.
Ich war überfordert - nein, ich war genervt. Ich konnte mir dieser Übung.
Mit allen folgenden Übungen der Kunsttherapie nichts anfangen.
Ich war unzufrieden. Ich wollte nichts schaffen was ich selbst nicht für schön hielt.


Ich ging 2xmal die Woche zur Kunsttherapie während meines Aufenthaltes. Also 10mal.
Ich brachte während dieser 1,5h nie ein Bild zu stande. Ich fühlte mich beobachtet und unter Druck gesetzt. Mein Therapeut erklärte mir, dass manche Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen vergessen was sie erlebt haben. Dies ist eine Art Schutz.
Sie erinnern sich nicht mehr - doch manchmal da darf man nunmal nicht alles vergessen.
Das zeichnen von Landschaften, Tieren etc. soll dabei helfen können sich an bestimmte Farben,
Eindrücke und Bilder zurück erinnern zu können. Es kann zu einer Art gutem Flashback kommen.
Bei mir war das nicht so ABER ich habe auch niemals etwas vergessen.
Vielleicht weg geschoben - doch niemals habe ich etwas vergessen was mir widerfahren ist.
Ich kann mich an alles erinnern. An alle Gesichter, alle Farben, alle Gerüche.
& so manches mal ist das wie eine Strafe.

Das Bild welches ihr hier seht ist das einzigste, dass ich behalten habe.
Es entstand in der 4. oder 5. Woche meines Aufenthaltes. & auch wenn es nicht so aussieht ich habe sehr lange daran herumgewerkelt. Nicht in der Therapiestunde NEIN. Alleine - auf der Terasse ´in der Sonne - oder auf meinem Zimmer. Ich habe mir Zeit genommen und etwas geschaffen was mir gefällt. Keine konnte dieses Bild sehen geschweigedenn werten.
Ich habe durch kein Bild das ich jeh zu Papier gebracht habe etwas ausgelöst.
Und auch wenn ich lange dachte, dass all das Schwachsinn und Zeitverschwendung sei habe ich eins verstanden. Auch wenn etwas nicht die "normale" Wirkung zeigt - kann es doch eine andere auslösen. Ich habe nie einen Flashback bekommen, mich an etwas erinnert oder ähliches. & doch - zeichnen - so für mich ganz alleine hat mich beruhigt. Es hat mir ein wenig Raum zum atmen gegeben. Ich kam zur Ruhe - & Ruhe, innere Ruhe - sei dieser Moment noch so kurz - ist so kostbar.


Mittwoch, 23. September 2015

Unerkannt - nur Text

Seit nun ca. 1em Jahr gehe ich mehr oder weniger offen mit meiner Krankheit um.
Unter ihr leiden tue ich länger - viel länger.
All diese Zeit - & kein Wort kam über meine Lippen.
Aus Angst, aus Trauer, Wut. Ich habe mich selbst nicht verstanden.
Seit nun ca. 1em Jahr gehe ich mehr oder weniger offen mit meiner Krankheit um.
Ich habe Depressionen. Anpassungsstörungen. Panikattacken.
Viele Menschen gaben mir ein positives Feedback.

"Danke, dass du mir zeigst das es ok ist"
"Ich finde es toll was du da machst"
"Dank dir habe ich mich getraut"
"Du bist stark"
"Du bist mir eine Hilfe"

Doch es gibt auch eine andere Seite.
Missverstanden. Allein gelassen. Zuviel Aufmerksamkeit. Unerkannt.
Diese andere Seite und auch diese hat zwei.

Die Einen ;
Du armes kleines Ding. Porzelanpüppchen. Zerbrechlich. Bloß kein böses Wort.
Nicht voll belastbar. überfordert. schwach.
Wie könnte so jemand es schaffen - eine wichtige Aufgabe zu bewältigen?
Wie könnte man zu so jemanden aufsehen?

Die Anderen ;
Du hast was? Bitte was? Depressionen?
Ahhh.. ja dann sieh das Leben doch mal positiv. Nicht ernstgenommen.
Ahhh.. ja dann reiß dich doch mal ein wenig zusammen.
Krieg das jetzt man an den Griff. Arbeite an dir.

Beides tut weh! & es macht keinen Unterschied!
Am Montag durfte ich einen der "Anderen" treffen. Eine Person, die es doch
eigentlich weiß. & ich war so sauer. So wütend - und ich wollte weinen.
Tränen in den Augen. Von Angesicht zu Angesicht. Empathie wo warst du?
Sieht man es denn nicht? Tränen. Kurz vorm Ausbruch. War das gar nicht sichtbar?
So wütend. Wieso macht er das? Was soll das? Ich kann doch nichts dafür.
Was soll ich denn machen. Es ist alles so schwer. Last.
So viel Last auf meinen Schultern.Kiloschwer - schwer wie Zement Säcke.&
meine Schultern sie klappen zusammen. Alles. Mein Körper. Alles zittert. Ich falle.
Nein, nicht außen. Nicht vor ihm. Nicht vor euch.
Doch hinter den Kulissen, hinter der Fassade - da breche ich. Da falle ich.
Still und leise. Verkriechen will ich mich. Weinen. allein sein.
Stehe ihm gegenüber. Kein Verständnis zu sehen.
Ich spüre, dass ich nichts mehr sagen kann. Meine Stimme zittert.
Das Spüre ich - ohne ein Wort gesagt zu haben. Ich blicke zum Boden - dort wo
ich doch eh schon liege. Und er tritt nochmal drauf.
Diese Ratschläge wie man sie nennt.
- Kopf hoch, dass ist doch alles nicht so schlimm
- Stell dich nicht so an
- Reiß dich mal zusammen
- So schlimm kann es doch nicht sein
-Lach doch mal
Aber das kann ich doch nicht. Wieso sieht das keiner?
Wieso sieht diese Welt das nicht? Wieso kann das niemand verstehen?
& ich weine. Nein, nicht vor ihm. Nicht vor anderen.
Aber in mir drin.
Nein, das sieht man nicht. Aber es brennt. Brennt in mir - im Herzen.
& obwohl ich schon dort unten liege. Stehe ich auf. Halte den Kopf gesenkt.
Will hier weg. Kann hier weg. Drehe mich um - nehme den Ärger in kauf.
Und gehe.

Erkennt man es wirklich nicht?
Sieht man nicht all das - was da in mir brodelt? kocht. überschäumt und explodiert.
Dabei gibt es doch Anzeichen! Doch kennt ihr welche?
Würdet ihr es merken? Kein Kaputter Rücken - nein, ein kaputtes Herz.

- Freunde von euch sagen Aktivitäten oder Unternehmungen oft ab - ohne ersichtlichen Grund?
- Ihr wollt etwas planen. Gemeinsam. Doch euer Gegenüber wirkt nicht ganz da?
- Das größte Hobby eures Freundes wird neuerdings vernachlässigt?
- Er kritisiert häufig das - was er doch eig am besten kann?
- Euer Freund meldet sich immer weniger von selbst?
- Er isst zwar - äußert aber häufig, dass er einfach keinen Appetit hat?

Man muss hinsehen, hinhören und achtsam sein.
Seine Fühler spitzen und nochmal besonders aufpassen. Denn das tückische ist, dass jeder von uns eine Zeit in seinem Leben hat - in der es tief runter geht. Man stolpert, hat Probleme wieder auf die Beine zu kommen, humpelt eine Weile - doch vergisst nie wie es ist zu rennen.
Depressionen sind anders. intensiver. rennen? Wie geht das? Konnte ich das denn jeh?
Werde ich das jeh wieder können? Zweifel, Wut, Verwirrt.

Nicht oberflächlich. Tiefer. Fieser. Gemeiner. Unaufhörlich. Drückend.
Es macht mich traurig, dass so wenig Menschen Depressionen ernst nehmen und es aussprechen. Was? Was aussprechen? DAS ES VERDAMMT NOCHMAL EINE KRANKHEIT IST!
Nicht mehr und nicht weniger ..


Mittwoch, 16. September 2015

Depressionen & Mobbing - wollte ich jeh tod sein?

Ganz allein sitze ich in meinem Zimmer. Mein Bett 140x200cm füllen all meine
Ängste, Verluste und Schmerzen gänzlich aus. Mein eigenes Zimmer und doch
könnte ich mich nicht unwohler fühlen. Eingedrängt von all diesen Stimmen.
Jeden Tag ein böses Wort - als wäre alles nur ein Spiel. & nichteinmal hier fühle ich mich sicher.
Hier wo ich meine Wochenenden verbringe und doch geschützt sein sollte vor all euren Worten.
Euren Taten.
Ganz allein in meinem Zimmer. Nur die Geräusche des Fernsehers von nebenan.
Eine Flasche Wodka.. auch mit 15 ist es kein Problem.
So viel Trauer, soviele Schmerzen, soviel Leid.
Die Flasche voll mit einer klaren Flüssigkeit.
& soviele Tabletten ...


ein Hallo an meine Leser. 

Was ihr gerade gelesen habt. Das sind nicht einfach nur ein paar Wörter. Nein, das bin ich.
Das war ich und mit 15Jahren - da war das mein Plan. Ein Ausweg?
Mit 15 Jahren - eine ganze Weile bevor meine Depressionen überhaupt diagnostiziert wurden
da wollte ich nicht mehr leben.
& nein, ich hatte die Tabletten nicht nur in meiner Hand..

__________________________________

Tag ein Tag aus - gab es nur noch graue Wolken.
Tag ein Tag aus - gab es keinen Sonnenstrahl.
Für mich war es damals klar - für mich wird es keine Sonne mehr geben.
Denn egal wie oft ich in den Himmel sah - die Wolken wollten nicht vorbeiziehen.
& es war so schwer. So schwer mir einzugestehen was es ist.
Mit 15 habe ich angefangen alles zu realisieren.
Habe meine Augen geöffnet und es eingesehen.
Eingesehen, dass Erwachsene nicht immer das Beste für einen wollen.
Doch bevor ich all das nocheinmal ausbreite lest bitte einfach hier.

Tag ein Tag aus - immer dieselben strafenden Blicke.
Tag ein Tag aus - nur noch mehr Wörter.
Neben Depressionen, sexuellen Missbrauch und viel viel Unverständnis.
Das war mein Leben - damals.
& bei dem Gedanken, dass ich es bereits damals aussprach. Doch niemand mich hörte -
laufen wieder ein paar Tränen. Weil niemand mir glaubte. Niemand all das fühlte.
Das mich niemand hört - es vielleicht auch keiner hören wollte.
& heute sehe ich ein - das diese Menschen die mich damals umgaben es nicht hören konnten.



Depressionen allein - das ist nicht so einfach.
Keine von der Gesellschaft anerkannte Krankheit - vielleicht weil man sie nicht direkt sieht.
Bei einem gebrochenem Bein da schluchzen sie und sprechen dir ein gute Besserung aus.
Bei einem gebrochenem Herz oder gar eine Seele - dort finden sie keine Worte - einfach, weil ihr
Blick hierfür nicht reicht. Gar nicht reichen kann.
Depressionen allein - das ist nicht so einfach,
In Verbindung mit Mobbing * unertragbar!

Ich wurde gemobbt!
Früher in der Schule - ca 1 Jahr lang.
Teilweise JA - da war ich selbst Schuld.
Teilweise NEIN - da weiß ich, dass es nur die Krankheit war.

Ich habe früher viel gelogen. Mir ein Leben zusammengereimt, dass ich gerne leben würde.
Habe schlecht über andere Menschen geredet - und Geheimnisse ohne ein schlechtes
Gewissen ausgeplaudert - einfach um etwas zu haben, dass ich erzählen kann.
Einfach um interessant zu bleiben - vor allem aber um nicht nach meinen gefragt zu werden.
Heute tut mir das Leid, mehr als ich jehmals zeigen könnte
Heute weiß ich, dass das falsch war auch wenn ich nie eine böse Absicht hatte.
Heute weiß ich, dass ich Menschen mit meinen Taten verletzt habe.
Doch heute weiß ich auch, dass vielleicht 5 Taten von mir all eure nicht gerechtfertigt haben.

Ja, ich wurde gemobbt!
Ich bekam Nachrichten bei ICQ, Schülervz und per Sms. Ja, so war das als ich 15 war.
Was für ein furchtbarer Mensch ich doch sei, wie fett, hässlich usw sowieso.
"Wenn du morgen in die Schule kommst - werden wir dich schlagen"
"Lass dich hier nicht mehr blicken"
"Bitte stirb"
"Wir hassen dich"
Bla, bla, bla..

Immernoch bin ich der festen Meinung, dass es ein Unterschied ist:
- ob man heraumerzählt, dass man seinen Freund betrogen hat.
- oder man herumerzählt, dass man sexuell Missbraucht wird UND
diese Tatsache dann auch noch als Lüge hinstellt!

& als es so schien, dass alle Welt gegen mich ist. Wie eine Mauer - so unüberwindbar und stark.
Als es mit 15 kein Problem war an eine große Flasche Wodka zu kommen.
Wo ich mir seit Wochen die ein oder andere Tablette stibitze - immer und immer wieder.
Da fühlte ich, dass ich nicht mehr leben wollte.
& ich hielt die Tabletten nicht nur in meiner Hand NEIN.
Ich nahm sie - eine nach der anderen - als wären es Smarties.
Ich schluckte.
Eine nach der anderen - nach 5min wurde mir schlecht.
Meine Augen wurden schwer und mein Kopf begang zu explodieren.
Ich schwankte - nie ging es mir schlechter.
Ich stand in meinem Zimmer - angelehnt an meinen Kleiderschrank.
Rechts von mir mein Bett - ein ruhiger Ort - hinlegen und für immer träumen.
Links von mir - das Badezimmer - raus damit - sich ihnen stellen - leben.
& nach ca. 15 Minuten - als mir langsam schwarz vor Augen wurde entschied ich,
dass ich nicht mehr leben möchte.
Ging nach rechts - raus damit. Danach kannst du schlafen.
Schlafen - morgen aufwachen und sich dem Leben stellen.

Denn ich entschied, dass ich nicht mehr leben wollte.
Ich entschied, dass ich nicht mehr so leben wollte.
& so entschied ich zu leben - so wie ich es wollte.


Donnerstag, 28. Mai 2015

Zeit - macht uns gleich

Ich habe letztens bei einer Freundin etwas gelesen.
"Wozu eine teure Uhr - wenn ich dann keine Zeit hab"?

Wie wichtig ist Zeit? Wie wichtig ist uns unsere Zeit? Nutzen wir unsere Zeit sinnvoll?
Kosten wir jede Minute voll aus? Saugen wie fleißig jeden Moment in uns auf? Oder zählen wir vor uns hin Sekunde um Sekunde.. verschwenden das wertvollste was wir haben - unsere Zeit.

Wir Menschen haben im Laufe der Zeit über so vieles Macht erlangt. Soviel können wir beeinflussen. Aber nicht die Zeit. Wir können nicht vorspulen um schwere Tage schneller zu überstehen - diese Tage an denen wir am liebsten im Bett bleiben würden. Sie vergehen nicht - nein wenn es uns schlecht geht lässt uns die Zeit keine Ruhe und jede Sekunde fühlt sich noch ewiger an.
Es ist uns nicht möglich die Zeit zum stillstand zu bringen. Wir erleben die schönsten Momente - versuchen uns an ihnen festzuhalten, wollen uns regelrecht an sie klammern. Aber sie vergehen. Wir sind machtlos und unbeholfen. Keine Macht über die Zeit. Es ist fast ein wenig traurig.



Ich denke nicht, dass ich meine Zeit wirklich sinnvoll nutze. Ich stehe auf - fahre zur Schule setze mich an meinen Platz und fange an einen Blogpost zu schreiben. Einer mit viel Herz soll es werden. Eigentlich sollte ich lernen bald steht die nächste Modulprüfung an aber ich beschäftige mich lieber damit die Gedanken in meinem Kopf zu ordnen. Sie zu Papier zu bringen.
Um 15h ist Ende - dann fahre ich nachhause. Während der Zugfahrt blicke ich aus dem Fenster oder beobachte fremde Menschen und ihre Eigenarten. Ob Fremde mich auch beobachten?
Zuhause angekommen gehe ich lieber 20min länger mit meinem geliebten Hund vor die Tür anstatt mich endlich vor die Bücher zu setzen und etwas für mein Leben zu tun. Für meine Zukunft.
Ich komme nachhause und bereite mir etwas zu essen zu. Schalte die Musik ein, damit meine Gedanken endlich einmal von etwas übertönt werden.
Ich esse - schaue mir unwichtiges im Fernsehen an, verschwende ich meine Zeit?
Gibt es eine Definition? Einen Satz der uns vorgibt wie wir unsere Zeit richtig nutzen sollten?
Und sollte es diesen Wegweiser geben - sollten wir ihn dann befolgen?


Selbst mag unser Leben hundert Jahre dauern wissen wir doch alle eins ganz genau - irgendwann wird es ein Ende haben. Egal wie sinnvoll wir unsere Zeit genutzt haben. Egal wie oft wir sie verschwendet haben. Selbst wenn wir jede Sekunde zu schätzen gewusst haben. Irgendwann hat es ein Ende.

Die Zeit zeigt uns etwas - etwas sehr wichtiges - etwas an dem wir nichts ändern können.
Wir sind alle gleich, denn wir alle haben die gleiche Zeit auf dieser Erde.
Jeder Mensch hat 24 Stunden Zeit am Tag zu leben, zu entdecken, zu verschwenden.
Niemandem von uns wird mehr Zeit geschenkt - und auch der vermögenste Mensch auf dieser Welt hat nicht eine Sekunde mehr am Tag als der Imbiss Mitarbeiter von nebenan.
Wieso sind wir also der Meinung, dass unsere Zeit weniger wert wäre? Wieso stecken wir viel Zeit in die Kategorie "Nicht-gelebte-Zeit" ?


Was ist Zeit für mich? Was ist Zeit für dich? Wozu nutze ich meine Zeit? Womit verschwende ich meine Zeit? Verschwende ich sie ab und an gerne?

Donnerstag, 14. Mai 2015

mi casa e su casa

Hallo meine Lieben

Ich habe mir über dieses Thema schon sehr sehr lange Gedanken gemacht und entschieden, dass es wichtig ist auch über dieses Thema bei dem definitiv nicht alle Leser meiner Meinung sein werden anzusprechen bzw einen Text dazu zu verfassen.

mi casa e su casa - mein zuhause ist dein zuhause.

Ich möchte, dass wir uns alle einmal folgendes vorstellen.

Krieg.. Deutschland ist im Krieg.. & somit sind alle Bewohner dieses Landes in Gefahr. Deutschland hat all seine Verbündeten verloren. Unser Land steht mit dem Rücken zur Wand. Wir stehen mit dem Rücken zu Wand. Eingepfercht wie eine Herde. Jeden Tag dringen die feindlichen Truppen näher an uns heran. Jeden Tag wird eine neue Stadt in Besitz genommen.Wird es schon morgen meine Stadt sein? Wird es schon morgen meine beste Freundin sein - die ich nie wieder sehe? Werde ich morgen früh nocheinmal aufwachen? Kann das alles Realität sein?

Frage 1: Woher bekommen wir etwas zu Essen? Wir brauchen etwas zu Essen um bei Kräften zu bleiben. Wir brauchen dringend Nachrung um unser Überleben zu sichern. Supermärkte gibt es nicht mehr. Sie wurden teilweise zerbombt und die die noch übrig sind wurden bereits von der verzweifelten Gesellschaft geplündert. Kriegen wir unser Essen rationiert? Stehen wir nun an für 2 Äpfel und ein Brot womit wir dann uns, unseren Ehemann und die Kinder eine Woche lang ernähren sollen? Wird es so einen "luxus" wie die Vergabe von Essen noch geben? Sind wir fähig unsere Familie zu ernähren? Ist Deutschland fähig all diese Familien zu ernähren?

Frage 2: Werden wir unsere Männer jeh wieder sehen? Es ist soweit, dass Militär alleine kann diesen Kampf nicht gewinnen. Und so kommt es zu dem Tag, an dem sich unsere Männer verabschieden müssen. Einer sagt seiner Mutter lebewohl wo er doch gerade erst seinen 16. Geburtstag erlebt hat. Einer küsst seiner schwangeren Frau zärtlich auf die Stirn. Der nächste hällt seine weinenden Kinder im Arm. Die Gedanken der Frauen, Mütter und Kinder - werde ich dich jehmals wiedersehen? Werde ich dich jeh wieder in die Arme nehmen können? Werde ich nocheinmal die Zeit haben mich mit dir zu streiten?

Frage 3:Werden wir psychisch stark genug für diese Zeit sein? Der Krieg ist mittlerweile zum Alltag geworden. Man lebt mir der ständigen Angst. Und doch muss man sie jeden Morgen wieder zur Seite schieben um nicht völlig den Verstand zu verlieren. Was tun - um uns selbst den Schein hingeben zu können? Was tun - damit unsere Kinder die tiefe Verzweiflung nicht spüren?

Das sind nur 3 Fragen.. 3 Fragen die uns wohl niemand beantworten kann. Denn niemand von uns weiß was die Menschen da oben über unseren Köpfen planen. Niemand von uns weiß, was passieren wird wenn es soweit kommt.

Was würden wir tun?

MEINE MEINUNG!

Ich denke ich weiß es nicht. Ich lebe nun seit 5,5 Jahren zusammen mit meinem Mann seit 2 Jahren lebt unser kleiner Shitzu mit uns Tag für Tag. Der Gedanke diese heile Welt könnte in diesem Maße erschüttert werden macht mir Angst. Aber es gibt etwas, was mit mehr Angst macht als, Straßenbanden, Soldaten, Bombenangriffe, Lebensmittel Not etc. Was mir am meisten Angst macht - sind die Menschen, jene von denen wir Hilfe möchten. Wenn es klar wäre wirklich klar - das war´s jetzt mit Deutschland. Das Land wird zerstört werden uns es gibt keine Aussicht mehr auf eine rosa Zukunft. Es gibt nur noch die Aussicht darauf - jeden Tag zu hungern und Angst zu haben überhaupt nur ein Auge zu schließen - dann würde ich sie nehmen - meinen Mann, meinen Hund, meine Schwester, und die Menschen die ich liebe. Ich würde einen Plan mit ihnen schmieden. Wie kommen wir hier weg? Wie sichern wir uns ein sicheres Leben? Wie ändern wie unsere Situation?
Und ich denke wir alle würden zum selben Entschluss kommen - wir müssen fliehen!

( Wunschdenken )

- wir beschließen zu fliehen
- Frankreich, Polen und die Niederlande nehmen einen Großteil auf
- sie stellen uns Wohnungen und Häuser natürlich alle frisch renoviert
- wir bekommen Lebensmittel, neue Kleidung, und Hygieneartikel
- ein neues Handy und Internetzugang muss natürlich auch drin sein man muss ja wissen was so in der Welt passiert
- nun möchten wir alle einen Job und bekommen diesen natürlich auch sofort
- falls wir leider nicht qualifiziert sind werden wir selbstverständlich qualifiziert
- wir werden von der Gesellschaft angenommen
- wir werden ein Teil der Gesellschaft ganz ohne Vorurteile
- wir führen ein lebenswertes und sicheres Leben.

Das würdet ihr euch doch alle wünschen, nicht wahr? Würdevoll behandelt zu werden..

Ich möchte nun zum eigentlichem Thema des heutigen Posts kommen..
Mit Sicherheit habt ihr alle meine Gedankengänge nachvollziehen können und mit Sicherheit erhofft ihr euch vieles ähnlich. Im Ernstfall ernst genommen werden.
Doch dann frage ich mich eins.
Wir alle hier ( zumindestens das deutsche Puplikum) sind deutsche Staatsbürger.
Ich frage mich eins -erinnert sich einer von euch was in unserem Grundgesetz - einem Gesetz an dem nichts gedreht werden kann steht?

Artikel 1 Abschnitt 1 - die Würde des Menschen ist unantastbar

Jetzt frage ich euch? Sind nur Menschen die die deutsche Staatsangehörigkeit haben Menschen? Ich denke ihr alle wisst in welche Richtung das jetzt hier laufen wird - und ja das ist mein ernst - ich bin PRO ASYL!

Es kann doch nicht euer ernst sein, dass ihr all das oben aufgeführte verlangen würdet und selbst ha was gebt ihr selbst?

"Lasst doch nicht alle Ausländer hier rein" "die sollen dankbar sein in ihrem Land wären sie längst tod" "das sind doch alles Verbrecher" "Ausländer raus"

Und was es nicht alles für gerührete Scheiße gibt !!! Das sind auch Menschen. Wir alle sind nichts weiter als Menschen. Wir alle haben den selben Boden Wir alle haben den selben Himmel und Wir alle atmen die selbe Luft. Mit welchem Recht denken manche nun also, dass sie etwas besseres wären? Und ich weiß zu 100% würde dieses Szenario wahr werden - wäre Deutschland im Krieg - wir wären die ersten die rumheulen würden "Wieso will uns denn kein anderes Land " "Wir brauchen doch Hilfe" "Ich habe Hunger wieso gibt mir niemand was" "Wieso will uns keiner helfen"

Jetzt sagen sicher viele ja wir tun ja schon total viel für Flüchtlinge blaaa blaa blaaa..

Grundgesetz - ich werde jetzt nicht genau zitieren

- JEDER MENSCH HAT EIN RECHT AUF UNVERSEHRTHEIT
dann muss ich aber lesen, dass Flüchtlinge von Deutschen ermordet wurden

-DIE WÜRDE DES MENSCHENS IST UNANTASTBAR
dann lese ich Berichte, in denen gezeigt wird unter welchem Umständen diese Menschen leben müssen die hierher kommen. Die hier Zuflucht und Sicherheit suchen. Kein Deutscher würde so hausen. Und in vielen Fällen ist es nicht mehr als als hausen. In heruntergekommen Fabrikgebäuden und irgendwelchen alten Kontainern. Ohne Strom. Ohne warmes Wasser. Ohne Heizung.. dankbar sein? Ha - wofür sollten diese Menschen dankbar sein? Dafür, dass wir sie wie den letzten Dreck auf irgend ein Abstallgleis stellen bis uns etwas einfällt was wir eventuell mit ihnen tuen könnten.

- JEDER MENSCH HAT DAS RECHT EINEN BERUF SEINER WAHL AUSZUÜBEN
haha - also jetzt kommen sicher alle ja wenn die schon hierher kommen bla dann sollen die doch bitte auch arbeiten gehen bla.. ja na klar also wenn ich im Krieg aufgewachsen wäre.. mein Alltag würde aus hoffen und beten bestehen und ich wäre so sehr damit beschäftigt nicht andauern zu weinen, dass ich nicht mal genug Zeit hätte meine eigene Muttersprache zu erlernen. Aber he klar sobald ich "in Sicherheit" bin könnte ich ja direkt am nächsten Tag einen Job antreten. Naja für den bin ich dann zwar nicht qualifiiert wegen kann die Sprache nicht und kenne das Berufsfeld etc vielleicht auch nicht aber who cares..

Wisst ihr eig. ist es ja egal was ich hier schreibe. Ich denke nur vielleicht ist es ja fü den ein oder anderen mal ein kleiner Anstoß. Ein Anstoß dafür mal an etwas anderes zu denken.. mal über etwas wirklich wichtiges nachzudenken.

Ich will auch nicht sagen, dass jeder Deutsche gegen Flüchtlinge ist. Ich will auch nicht sagen, dass Deutschland gegen Flüchtlinge ist. Ich will nur sagen, dass viel unnötige Leid stattfindet.

Ich verlinke euch hier mal ein paar Beiträge.

http://www.epv.de/asyl

http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article132759215/Fluechtlinge-Sie-behandeln-uns-wie-Tiere.html

http://www.zeit.de/2014/50/minderjaehrige-fluechtlingskinder-fluechtlingsheim

und diese Facebook Gruppe.

https://www.facebook.com/proasyl?fref=ts

Einen schönen Tag euch allen. Küsschen.

Quellen:
https://www.dhm.de/lemo/kapitel/der-zweite-weltkrieg/alltagsleben.html

Donnerstag, 7. Mai 2015

Jeder hat sie - hier ist meine ...

Hey you and you

heute ist mein 24. Geburtstag. Ich weiß nicht, ob dies der beste Tag ist um 'die Karten auf den Tisch zu legen' aber ich weiß, dass wenn ich es mich heute nicht traue - ich es mich niemals trauen werde. Ich möchte vorweg etwas sagen:

- ich mache dies nicht um Aufmerksamkeit in irgendeiner Form von euch zu bekommen.
- es ist mir einerseits auch völlig egal wenn es Menschen gibt ( ohja die wird es jetzt geben ) die der Meinung sind, dass es total bescheuert von mir ist mit so etwas an die Öffentlichkeit zu gehen.
- und andererseits bitte ich euch darum ! Wenn ihr der Meinung seit nach diesem Post über mich urteilen zu wollen oder gar ein Kommentar abgeben zu wollen denkt bitte daran, dass hinter diesem Post ein realer Mensch mit Gefühlen steht.

Angefangen über dieser Art von Blogeintrag nachzudenken habe ich im Dezember 2014.
Vorweg ich habe es in diesem Jahr geschafft 25kg abzunehmen und bin nun laut BMI im normal Gewicht. Aufjedenfall gab es im Dezember ´14 einen reizenden Menschen der der festen Überzeugung war, dass es völlig ok sei mich bei einer meiner Freundinnen als total fett zu bezeichnen. Meine Freundin war daraufhin total sauer - blockierte diese Person und brach den Kontakt ab. By the way.. E? danke dafür. Achja und ne das mit dem Gewicht ist eig grade pups egal und will auch kein "omg wie toll usw" hören oder so diese Situation war einfach nur der Auslöser, weil ich mir ab diesem Zeitpunkt viele Gedanken um das Thema "Leute verurteilen ohne zu wissen warum sie so sind wie sie sind" zu machen.

Nunja ich weiß eig. nicht so recht wie ich anfangen soll.
Kennt ihr diese Sprüche urteile nicht über einen Menschen wenn du seine Gesichte nicht kennst?
Für diese Person war es so leicht mich als fett etc. hinzustellen obwohl sie mich noch nicht einmal persönlich kannte ! Aber wieso weshalb warum.. wieso war ich denn lange Zeit wirklich Übergewichtig? Wieso habe ich denn Monatelang Abend für Abend einen Haufen Scheiße in mich reingestopft? Wieso lag ich denn Nächte lang wach? Wieso konnte ich alleine nicht mehr einschlafen? Wieso hatte ich Panikattacken? Wieso konnte ich nicht mehr alleine sein? Wieso bin ich nicht mehr alleine vor die Tür gegangen? Wieso, wieso wieso....

Ganz einfach: weil ich nunmehr seit 4,5 Jahren an attestierten Depressionen leide.. attestiert.. heißt ich habe sie schon wesentlich länger.. bin nur nie zu einem Arzt oder etwas vergleichbaren gegangen.

Das ganz einfach heißt natürlich nicht, dass alles ganz einfach ist. Ich habe mir erst irre spät eingestanden, dass alles was passiert ist nicht in Ordnung war und das ich offenkundig Hilfe brauchte.

Was sind Depressionen?

Die Depression (von lateinisch deprimere „niederdrücken“) ist eine psychische Störung mit Zuständen psychischer Niedergeschlagenheit als Leitsymptom. In der Psychiatrie wird die Depression den affektiven Störungen zugeordnet. Im gegenwärtig verwendeten Klassifikationssystem psychischer und anderer Erkrankungen (ICD 10) bezeichnet man die häufigsten Formen der Depression als depressive Episode oder rezidivierende (wiederkehrende) depressive Störung. Die Diagnose wird nach Symptomen und Verlauf gestellt.

.

Soweit zum fachlichen.. aber so einfach ist es natürlich nicht. Nein und ich weiß auch nicht wie ich diese Gefühle und das alles in Worte fassen kann. Man muss es sich so vorstellen. Man wacht auf und ist von einer grauen Wolke umgeben - sie umfasst deinen gesamten Körper und lässt nur selten einen kleinen Lichtstrahl durch ihre feste Struktur.. Es gibt Tage an denen die Wolke einfach nur grau ist dann schaffst du es "fröhlich" zu sein - wenn ich fröhlich schreibe meine ich damit man schafft es an diesem Tag sich nicht selbst zu verlieren. Doch dann gibt es immer wieder diese anderen Tage dann regnet es mitten in der Wolke.. Du wirst nass es ist kalt.. und die Sicht nach außen zum Licht ist nun gänzlich verschlossen. Es regnet nicht jeden Tag - doch nur, weil es nicht jeden Tag regnet heißt das nicht, dass alles wieder in Ordnung ist.

Wieso habe ich Depressionen?

Pffff.. ich denke es gab nicht diesen einen Grund.. es war viel.. sehr sehr viel..
Angefangen hat wohl alles mit meinem Vater.. Erzeuger wie man es auch nennen mag.. Ich kann mir nicht vorstellen was meine Mutter vor 24 Jahren für eine Wut im Bauch gehabt haben muss als mein Vater vor mir stand ( er war bei der Geburt nicht dabei ) und sagte: "Oh der ist aber süß" - als meine Mama dann auf das Namensschild verwies fragte er nur: "Wieso ist denn das kein Junge geworden?"
Vielleicht war es etwas hart von meiner Mutter mir zu erzählen, dass er genau das gesagt haben soll.
Aber zumindest hat sie mir von Anfang an die Wahrheit gesagt..
Ich weiß nicht wie viel Briefpapier und wie viele Briefmarken ich in den kommenden Jahren verschwendet habe. Das Fazit: es kam nie nie nie etwas zurück. Das erste mal das ich etwas von meinem Vater hörte.. pf... das erste mal etwas von ihm gehört habe ich definitiv zu spät ich war 19Jahre alt.. ich hatte einen Brief im Briefkasten in dem er mir zu meinem Studium gratulierte, da das Amt ihn ausfindig gemacht um nach seinen Vermögensverhältnissen zu fragen zwecks BeföG Zahlung. Als ich ihm dann in einem neuen Brief erklärte, dass ich lediglich eine schulische Ausbildung machen würde war ich denke ich wieder unten durch - jedenfalls bekam ich ab diesem Moment keine Briefe mehr.

Ihr denkt hey das reicht aber noch nicht für so richtig ordentliche Depressionen? Ha, das war´s auch noch nicht - leider.

Der nächste Punkt wäre wohl derer, dass ich mir viel zu spät eingestanden habe, dass Erwachsene nicht immer die Wahrheit sagen, nicht immer dein Bestes wollen und gewiss nicht immer Recht haben.
Zur Info: ich werde ab hier keine Namen, Beziehungen, Verbindungen oder irgendwas nennen.
Wisst ihr mit knapp 9 Jahren, einem neuem Wohnort, einem neuen Bundesland und einer neuen Klasse fühlte ich mich schon ziemlich verloren.. mir dann aber noch einzugestehen das Menschen in meinem Umfeld mich dermaßen ausnutzten war schwer für mich zu begreifen und ganz ehrlich gesagt - ich habe es mit meinen 9 Jahren auch gar nicht begriffen. Und habe es, da ich es einfach nicht verstand lange als "normal" abgestempelt. Ich habe den Fehler nicht gefunden. Erst Jahre später ca. mit 20 oder 21 als ich in einem Wartezimmer saß und in einem Gästebuch folgendes Zitat laß wurde mir bewusst das es nun an der Zeit war sich zu wehren.
Der größte Schutz des Opfers wird die Bekanntgabe des Täters sein
5 Jahre lang wurde ich sexuell missbraucht. Um ehrlich zu sein habe ich diesen Missbrauch als Kind überhaupt nicht realisiert. Das Ausmaß dieses ganzen Zeitraumes machte sich bei mir erst viel viel später bemerkbar. Ich hatte 2-3 x mal versucht mit Menschen darüber zu sprechen was mir da passiert/passiert war.. aber naja da es Altersgenossen waren hm.. ich weiß nicht.. all dem wurde keine Beachtung geschenkt oder mir wurde schlicht weg nicht geglaubt. Ab diesem Punkt habe ich alles komplett verdrängt und mir lange Zeit erfolgreich eingeredet, dass es ja "egal" sei.
Bis irgendwann alles über mich hinauswuchs. Irgendwann war dieser Punkt erreicht, dass alles Erlebte mir und vor allem meiner Beziehung schadete.

An diesem Punkt einmal ganz kurz:

Tobias? oh Gott ich schreibe nur deinen Namen und muss schon anfangen zu weinen.. Schatz? Danke danke danke danke danke und nochmal fucking danke man !!! Danke, dass du die letzten 5,5 Jahre jeden Tag für mich da bist.. ich glaube wir waren 3-4 Monate zusammen als ich angefangen habe all meinen seelischen Müll auf dich zu schütten. Und du bist nicht zur Seite gewischen NEIN du hast alles in dich aufgesogen du hast mich in den Arm genommen und mir 50% abgenommen und seit dem trägst du all dies zusammen mit mir Tag für Tag mit dir rum. Ich kann es nicht in Worte fassen und deswegen einfach nur Danke.

Zurück zum Thema.. ich war also aufeinmal ziemlich weit unten. Mein Schloss das ich mir aus schönen Dingen gebaut hatte zerfiel aufeinmal und all das böse und schlechte kroch aufeinmal aus dem Keller heraus..

Doch ich wollte mich den Dingen nicht stellen .... ich wollte es nicht.. und hier auch einmal ein riesen Danke an meine Religionslehrerin in der Berufsschule.. Fr. W. ohne sie wäre ich niemals zur Therapie gegangen NIEMALS. Und ein unendliches Dankeschön an meine Berufschule danke dafür, dass ich einfach mal ein halbes Jahr freigestellt wurde. Einfach um mal wieder auf meinem Leben klar zu kommen um 3x mal die Woche zur Therapie gehen zu können. Danke dafür, dass Sie alle als Team aktzeptiert haben, dass ich einfach nur unendliche Angst hatte alleine rauszugehen und es mir nicht möglich war. Danke für all die Unterstützung. unendlich D a n k e !!!!

Mit viel Therapie und einem großem Haufen Unterstützung konnte ich mich festigen. Ich konnte mich soweit festigen um einen mega Schritt zu wagen. Den Schritt zur Polizei zu gehen.

Ich erinnere mich noch ganz genau an diesen Tag. Ich war bei der Therapie - ich war gerade fertig und war auf dem Weg nachhause. Mein Liebster holte mich vom Bahnhof ab. Ich nahm seine Hand wir schlugen die Richtung nachhause ein und aufeinmal fühlte ich mich so stark, dass ich seine Hand fester nahm mich umdrehte und mir sagte NEIN heute geht es nicht nachhause. Heute gehen wir einen anderen Weg. Mein Liebster sah mich irritiert an und fragte mich wohin wir gehen würden ich sah ihn an und sagte nur: "Lass uns nicht drüber reden sonst habe ich Angst es mir anders zu überlegen - aber wir gehen jetzt zur Polizei" .

Und meine Güte ich sage euch allen GEHT ZUR POLIZEI.. GEHT NICHT ALS OPFER AUS DER GESCHICHTE SONDERN WEHRT EUCH !!!! NIEMAND HAT DAS RECHT EUCH WEH ZU TUN - UND EGAL WAS HANS UND FRANZ EUCH EINREDEN WOLLEN IHR SEIT NICHT SCHULD !!!!!!!

Und gleichzeitig sage ich euch folgendes: Dieser ganze Prozess. Befragungen - Auswertungen - Einzelbefragungen die teilweise 4 Stunden lang gingen und der Gerichtsprozess das alles war das schlimmste und schwerste was ich jeh getan und durchlebt habe. Aber dieses Gefühl am Ende.. nicht das Opfer zu sein war für mich einfach das Beste Gefühl seit Ewigkeiten.
Wobei ich einmal sagen muss, dass ich das "Glück" hatte, dass "der Täter" alles zugegeben hat von Anfang an und ich nicht das Unglück hatte alles nocheinmal vor Gericht erzählen zu müssen. Aber diese Tatsache, dass einfach alles zugegeben wurde - und ich somit nochmal vielen zeigen konnte, dass ich mir all das weder ausgedacht hatte noch eingebildet hatte oder was bla.. das hat mir extrem viel neues Selbstwertgefühl geschenkt.

Pf.. nun könnte man denken.. gut dann hat die Kleine ja keine Depressionen mehr.. naja wisst ihr nur weil jemand zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt wurde sind die leider nicht weg.

Und wisst ihr das Leben ist nicht fair. NEIN.. bestimmt nicht. denn der nächste Tiefpunkt ließ nicht lange auf sich warten...

So ihr Lieben.. ich denke, dass war alles hier ziemlich viel inputt - und ich denke das reicht für heute. Vielleicht ringe ich mich irgendwann dazu durch den Rest auch noch auf den Tisch zu legen - nicht um euch zu zeigen wie stark ich bin oder so sondern für mich um mir zu zeigen, dass ich es schaffen kann - das ich es schaffen kann endlich wieder in ein glückliches Leben zu finden. Ich möchte offen über alles reden können. Und ich hoffe, dass das hier ein Anfang für mich ist.

Noch einmal kurz zum Anfang dieses Posts.. wieso ich so übergewichtig war? Hier habt ihr ein paar Gründe.. natürlich war ich selbst Schuld.. aber ich hatte auch meine Gründe.. Gründe die nichts entschuldigen.. aber Gründe die zeigen, dass Dinge manchmal aus dem Ruder laufen - Dinge die man nicht beeinflussen kann - weil man ein Kind ist - und nicht mächtig genug um über den Tellerrand zu blicken. Bevor ihr das nächste mal jemanden auslacht oder verurteilt nur weil er 5kg zuviel am Bauch kleben hat oder was auch immer - überlegt erst einmal wieso das so sein könnte. Und was ich als viel wichtiger erachte.. ach haltet einfach ganz euren Mund.. denn ihr wisst nie NIE NIE NIE wie sehr dieser Mensch über den ihr da lacht und urteilt wie sehr sich dieser Mensch diese Situation zu Herzen nimmt. Was wäre denn gewesen hätte ich nicht drauf geschissen? Was wäre denn gewesen hätte mich dieser Satz in ein mega Loch geworfen. 25 Kilo abgenommen und ich werde immernoch als fett bezeichnet was wäre gewesen hätte das alles wieder aufgewühlt.. meine Schwächen.. meine Kindheit verdammt nochmal alles..

Behandelt Menschen so wie ihr auch selbst behandelt werden möchtet - PUNKT!

Habt einen schönen Tag - ich ess heute meine Benjamin Blümchen Torte und genieße meinen Geburtstag. Küsschen 



Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Depression

Samstag, 2. Mai 2015

Wie abhänig sind wir? (2)

Hallo ihr Lieben &´tadadadaaaaa herzlichen Willkommen zum zweiten Teil von "Wie abhängig sind wir?" 


Heute habe ich mir das Thema "Klamotten" rausgesucht... ja das ist mein ernst.. 

Ich meine, dass wir eine Konsum Gesellschaft sind ist jetzt nichts neues. Obwohl hier einmal die Definition so muss sich wenigstens keiner die Mühe machen und selbst nachgoogeln. *zwinker*

Der Begriff Konsumgesellschaft bezeichnet in den Humanwissenschaften Gesellschaften, in denen die Befriedigung möglichst vieler Bedürfnisse nur durch Konsum gegen entsprechende Bezahlung möglich ist.

Sehen wir das ganze einmal wirtschaftlich. Wir sind ja alles Menschen naja also die einen mehr die anderen weniger aber das würde jetzt definitiv ausarten naja also wie gesagt Menschen und so. Und wir gehen alle arbeiten obwohl ahhh auch ein anderes Thema.. Zusammengefasst: Zwischen vielen Lebewesen leben einige vernünftige Menschen, die arbeien gehen SO! Und diese Menschlein verdienen somit Geld - dadurch besitzen sie eine sogenannte "Kaufkraft" diese ermöglicht es ihnen Dinge einzukaufen um ihre Bedürfnisse zu befriedigen.. ok das hört sich jetzt versauter an als es sein sollte.. obwohl ok doch sollte so sein :) 

Also ganz einfach verdienste Geld kannste dir Dinge kaufen.. fertig.

Also das heißt wir könnten.. gehen wir jetzt einmal auf das Thema Kleidung ein. Ja man merkt ich bin ein Mädchen.. muss da ja nun ab und an auch mal rauslassen dürfen und außerdem gehen Männer auch shoppen oder woher habt ihr eure Kleidung? ÄTSCH!

Gehen wir einmal ganz zurück in den Kindergarten.. hach war das eine tolle Zeit:) 

Kindergarten: es war absolut egal wie du ausgesehen hast... deine Haare waren spätestens nach dem täglichem Mittagsschlaf sowieso ein Vogelnest, vom Nägel lackieren hattest du noch gar keine Ahnung und Markensachen waren für dich wahrschenlich die Hosen, die nicht völlig durchlöchert waren. Es war einfach egal.. also zumindestens soweit ich mich zurück erinnern kann wurde damals nie jemand ausgelacht, weil er gelb mit lila kombiniert hat oder rot mit rosa das war dann halt so wurde ab und an noch mit ein wenig Fingermalfarbe verziert und fertig war das Ding.

Grundschule: Uff ich glaube die ersten 3 Jahre meiner Grundschulzeit war es noch ähnlich und ja wenn ich mir Bilder ansehe (Klassenfotos) usw war es uns immernoch ziemlich egal wie wir rumlaufen. Meine absolute Modekatastrophe waren wohl die Jeans shorts auf Klassenfahrt mit khaki farbenden Kniestrümpfen die ich selbstverständlich bis ganz nach oben gezogen habe! 

Grundschule: In der 4. Klasse sind wir von Brandenburg nach Niedersachsen gezogen.. hier war das alles dann doch schon eine Numer anders. Zumindestens musste ich meine Mama nach einem dieser mega coolen 4U Ranzen anbetteltn weil mein Scout ich glaube es war ein Scout mit Pferden ( Ich habe todesangst vor Pferden ) natürlich überhaupt nicht cool war und mir die anderen Kinder ersteinmal erklärt haben, dass man sowas praktisch gesehen ja nun auch nur als Baby trägt.

5+6 Klasse: Orientierungsstufe heißt das hier bei uns oder naja hieß es als ich in den Klassenstufen war. Da kann ich mich speziell an eine bestimmte Szene erinnern. Ein Klassenkamerad lachte eine Mädchen aus, weil sie eine uff ich glaube es war eine beige stoff/cord Hose trug. Er meinte nur: "hahhahahaha was ist das denn da?"  obwohl es ja eig. nur eine Hose war. Soweit ich mich zurück erinnern konnte war es noch nichteinmal eine hässliche Hose und doch wurde es hier offensichtlich - Mode hatte nun nichts mehr mit Zweckmäßigkeit zu tun.

7+ Klasse: Ich glaube, dass waren so die Jahre in denen das mit den Markensachen losging.. jeder musste erstmal eine Friis & Company Tasche haben.. ja glaube die waren das ou ou ou und eine von diesen Miss Sixty Hosen die wo der Reisverschluss hinten war ja genau am Popo. Diese Hose hat damals glaube ich um die 80€ gekostet. Wieviele Tage und Nächte habe ich damit verbracht meine Mama nach dieser Hose anzubetteln. Und als ich sie dann endlich hatte wuhuuuu "go out off my way bitchachooos here´s the queen" naja also so kam ich mir glaube ich vor. Ihr müsst den Satz jetzt in eurem Kopf mit ner total eingebildeten etwas hohen Stimme sagen dann merkt ihr wie cool naja oder lächerlich das alles war. Jedenfalls fand ich mich mega cool. Bis mir dann eines Tages ein ehm keine Ahnung 5. Klässler an der Bushaltestelle erklärte, dass diese Hosen total scheiße aussehen würden.. und naja was soll ich sagen ja er hatte recht! 

9+ Klasse: Jetzt kommen die Jahre wo ich total auf Mode usw geschissen habe. Also naja nicht so wie ich es jetzt gesagt habe nene sowas mache ich nicht ich bin schließlich eine Lady.. Ich meine damit ich kam sah und siegte.. hach vom Thema abgekommen nein nein also ich kam glaube ich des öfteren ja ok fast jeden Tag mit einer Jogginghose und Sweatjacke zur Schule. Und was soll ich sagen, dass habe ich auch zu spüren bekommen. Schiefe Blicke.. "Hast du nicht auch andere Klamotten"? bla bla bla

Ok ich glaube das ist jetzt alles etwas ausgeartet aber so erfahrt ihr wenigstens auch mal ein wenig etwas über mein Leben. 

Zurück zum eigentlichem Thema: Wie abhängig machen wir uns von Mode? 

Natürlich wir alle möchten gut aussehen! 
Wir wollen uns identifizieren!
Jeder möchte "anders" sein!
Viele wollen Aufmerksamkeit erregen!
Andere vermeiden es aufzufallen!
Einige leben ihren kreativen Kopf aus!

Und das sind alles Dinge die ich auch verstehen kann. Aber wisst ihr was ich nicht verstehen kann? Das Menschen andere Menschen aufgrund ihres Modegeschmackes diskriminieren, ausgrenzen oder sogar mobben !!!

Wieso ist es denn so wichtig sich jedes Teil leisten zu können, dass die großen Modeblogger bei Instagram hochladen?
Wieso ist es denn so wichtig immer mit den neusten Trends zu gehen?
Wieso passt es euch nicht, dass manche mit ihrer Mode aus der Reihe tanzen?
Wieso schaut ihr andere schief an, nur weil sie sich zB. ganz in schwarz kleiden?
Wieso ist man nicht mehr cool genug, nur weil man keine Markensachen besitzt?

What ??? keine Louis Vuitton, keine Prade, keine Michael Kors, nix von Tory Burch? Omg Bitch please, go out of my way. 

Nein wieso denn? Weil einiege keinen Wert auf diese Dinge legen? Was ist los mit euch? Sind wir wirklich so sehr auf materielle Dinge fixiert? Geht es wirklich nur noch darum, was sich der Einzelne so alles leisten kann? 

Klar ich gehe auch gerne mit Freunden shoppen aber wenn es statt Tiffany nunmal der Schmuck von Primark ist kann die Shopping Tour trotzdem Spaß machen. Und kein und das möchte ich betonen KEIN Mensch auf dieser Welt ist schlechter oder weniger Wert, nur weil er keine teuren Markensachen besitzt.

Dann du glänzt nicht mehr mit teurem Schmuck.
Mit deinen Markenschuhen rennst du nicht schneller.
Das Fleisch für 5€ mehr macht dich nicht satter.
Deine teure Uhr wird dir nicht mehr Zeit geben können. 
& auch deine 100€ Pflegecreme schenkt dir keine ewige Jugend.

Genau das möchte ich mit diesem Post ansprechen. 

Weil ich weiß..
... ,dass es Kinder gibt die gemobbt werden weil sie Sachen von Takko statt von Zara tragen.
... ,dass es Mütter gibt die jeden Cent dreimal umdrehen um dem geliebten Kind endlich die teuren Nikes schenken zu können.
.. ,dass hinter dreckigen Schuhen und alten Klamotten genauso wundervolle Menschen stecken können wie in Jimmy Shoes und Prada Kleidchen. 

Was ist unsere Gesellschaft eigentlich noch wert wenn nicht mehr entscheidet wer du bist - sondern nur noch was du trägst?

Ich bin ganz ehrlich ich gehöre eindeutig zu den Menschen, die es lieben Geld auszugeben. Allerdings gebe ich nur ungern Geld für teure Dinge aus - ich weiß nicht iwie fühle ich mich bei dem Gedanken schlecht. Und alle "teuren" Dinge die ich besitze waren Geschenke meines Mannes. Ich glaube das teuerste was ich mir jeh selbst gekauft habe waren ein paar Nikes. fertig nix 900€ Handtasche. Und ich denke ich bin da nicht alleine - es gibt sicher den ein oder anderen Menschen da draußen der es sich leisten könnte es aber einfach nicht mit sich vereinbaren kann soviel Geld auszugeben für nur einen materiellen Besitz. 

Und ich bin noch ehrlicher: Ich gucke Menschen manchmal auch komisch an wenn sie sich in meinen Augen merkwürdig kleiden. Meist tut mir das hinterher aber auch tierisch Leid und ich hoffe diese Eigenschaft irgendwann ablegen zu können und anstatt der Klamotten wieder den Menschen sehen zu können. 

Jeder kann auf eine Burberry sparen - doch einen wunderschönen Charakter - etwas das dich wirklich zum strahlen bringt und dich zu etwas besonderem macht - , dass kann dir kein Geld dieser Welt geben. 
 
 

Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Konsumgesellschaft

Mittwoch, 15. April 2015

Wie abhängig sind wir ? (1)

Hallo ihr lieben Beauty´s

Nein, nein, nein ich werde euch jetzt nichts über Alkoholsucht, Arbeitssucht, Magersucht, Kaufsucht, Internetsucht oder Sammelsucht erzählen. Also doch vielleicht iwann mal. Ich bin heute ganz spontan auf dieses Thema gekommen. Ok - das stimmt nicht ´meine Schwester hat mich auf die Idee gebracht darüber zu schreiben. Das tat sie allerdings unbewusst und weiß auch nichts von diesem Blogpost. 
Worauf ich hinaus will ich habe mir gedacht sowas wie eine Lese-Reihe von diesem Thema zu Papier.. oder zu Internet? zu bringen. Und das hier wird *trommelwirbel* Teil 1 !!!! 

Von was sind wir abhängig? Von was machen wir uns abhängig? Was würden wir tun.. wie würde sich unser Alltag verändern, wenn eine Sache fehlen würde. Eine Sache die wir jeden Tag brauchen und nutzen. Etwas worüber wir mit Sicherheit nicht oft nachdenken. Wieso auch? Schließlich gibt es für uns nichts selbstverständlicheres als - STROM ! 

Ha - erwischt.. jaja habt jetzt sicher alle gedacht " Ich? ICH? Von irgendwas abhängig sein? Ich? Ne.. da kann se jetzt kommen mit was se will.. icke nicht.. wat? Strom? Str...? ahh...*nachdenk* ach mist..."

Sehen wir uns einmal meinen "Alltag" an und wie er sich ohne Strom verändern würde. 

05:00h klingelt normalerweise mein Wecker.. ohne Strom joah.. müsste ich mir wahrscheinlich einen Hahn trainieren. 

05:15 duschen.. hm wir haben einen Durchlauferhitzer der wird mir Strom betrieben.. aber kalt duschen ist ja nur halb so schlimm. Da brauch man sich ja auch nicht immer so anstellen *IRONIE*

05:40 Frühstück machen - ich esse morgens oft etwas warmes.. sei es Quarkauflauf.. Oatmeal oder ein leckeres Omlett nunja anstatt kurz die Pfanne oder den Minibackofen anzuschmeißen müsste ich mir wohl Holz suchen und draußen Feuer machen. 

06:38 mein Zug fährt.. haha.. ja dann wohl eher nicht.. meine Uni ist von meiner Wohnung laut Google Maps 26,7km entfernt. Und Google Maps sagt mir ich bräuchte zu Fuß ca. 5Std. & 32min. Joah also würde ich dann wahrscheinlich nicht mehr zur Uni gehen.  

07:30 bin ich normalerweise in der Uni.. wüsste allerdings nicht, was ich hier sollte denn ich logge mich jeden Morgen auf meinem eigenen PC auf einer INTERNET-LERNPLATTFORM ein.. joah das würde dann wohl auch nicht laufen also Tschüssi Uni

15:41 fahre ich im normalerweise von der Uni aus weiter zur Arbeit.. wie gesagt bei dem Weg kann ich eig auch im Bett bleiben. 

16:30 Arbeitsbeginn.. ich könnte mich leider nicht einmal anmelden.. denn wir stempeln bei uns auf Arbeit über eine Telefonnummer ein. 

16:30 wie einige von euch wissen arbeite ich in einer Einrichtung für und mit geistig eingeschränkten Menschen.. einige von ihnen haben auch körperliche Probleme und iwie tut mir der Gedanke schon jetzt im Herzen weh, dass einige es sicher nicht schaffen würden den Weg über die Treppen so ganz ohne Fahrstuhl in ihre Wohnungen zu meistern. 

20:08 würde ich nun nachhause fahren.. Zug gibts ja nicht also heißt es jetzt 8,7km zu Fuß für die Google Maps ca. 1Std. und 46min berechnet. 

20:30 normalerweise wieder zuhause. Abends gehe ich mit dem Hund raus und koche für den nächsten Tag vor - joah da wären wir dann wohl wieder bei dem Lagerfeuer. 

21:30 meistens sehen mein Freund und ich vor dem Schlafen noch eine 1/2 Stunde TV.. naja die Tatsache, dass das dann flach fallen würde könnte ich definitiv verkraften.

22:00 Tag vorbei. Kristin fertig mit der Welt. Wecker brauche ich mir ja nicht stellen :D - haha

Ich denke ich habe ca. 300 selbstverständliche Dinge vergessen. Aber ist es nicht faszinierend wie aufgeschmissen wir ohne Strom wären. Wir nutzen ihn einfach jeden Tag ON MASS jede Minute NON STOP.. und eig. sollten wir dankbar sein. 

Dankbar dafür, dass diese Sache, die für uns alle so selbstverständlich ist unser Leben so sehr verbessert und uns den Alltag so sehr erleichtert. 

Einen schönen Abend euch. Küsschen. 

Mittwoch, 4. März 2015

Risiken eingehen, Entscheidungen treffen - aber sie nie bereuen

Über Zukunftspläne und andere Sachen die niemals passieren werden.


Als ich klein war, träumte ich wie sicher jeder von euch von meinem Leben. Von meiner Zukunft, von meinem beruflichen Werdegang, einer großen glücklichen Familie und so weiter.
Ich wollte soviel & hatte so wenig Ahnung,
Klein Kristins Träumelein:
  • Sängerin werden oder wie ich es gerne ausdrückte "die Anwältin der Stars"
  • einen mega heißten dunkelhaarigen Mann heiraten und mindestens 3 Kinder bekommen
  • reich sein und mich jeden Tag zum Sektfrühstück mit den Mädels treffen (ich mag gar keinen Sekt) ;D
  • ein smaragdgrünes Auto fahren
  • auch so eine Karte bekommen die man in die Wand oder so einen Automaten steckt und sich Geld holen kann :)
  • gaaaaanz lange Haare haben (ja sowas definierte ich als Traum)
Naja aus vielen dieser Dinge ist nichts geworden. Ok eigentlich ist aus keinem dieser Dinge etwas geworden. Ich bin keine erfolgreiche Sängerin obwohl meine Shampoo Flasche jedesmal regen Beifall klatscht sobald ich unter die Dusche steige.
Verheiratet bin ich zwar nur statt Brownie hat sich ein Blondie in ein Herz geschlichen. :)
Das mit dem reich ist vielleicht definitions Sache ABER ich würde eher behaupten nein, nein eher nicht so. Aber zu mindestens ist bis jetzt mehr zustande gekommen als 2 Kaffeetassen und ein verfaulter Wohnwagen. Achja so eine Karte habe ich bekommen mit 16 sogar schon. Nur leider musste ich feststellen, dass dieses Geld wovon alle so schwärmten nicht einfach so aus der Wand kam. *tiefetrauer* *mitleidbitte* hm... und noch nicht einmal ein Auto habe ich ;D muss mich mit der Bahn zufrieden geben.
Und zu guter Letzt habe ich nicht einmal die gaaaaaanz langen Haare bekommen *alleeinmalohhh*

Gut bisher ist also vielleicht nur wenig oder womöglich gar nichts in meinem Leben so gelaufen wie ich es gerne gehabt hätte. A b e r ...
... ist das wirklich so wichtig?

Ein Traum/Wunsch ist etwas, was man gerne hätte. Es ist etwas Unverbindliches, ohne die Gefahr, etwas im Leben ändern zu müssen - Autor unbekannt

... muss unser Leben so aussehen wie wir es planen?
... was geschieht in diesen Momenten - während wir unser Leben planen?
... was verpassen wir alles für Gelegenheiten - nur weil wir vermeintlich Besserem hinterher laufen
... wie viele Sommer haben wir verpasst?
... wie viele Wochenenden haben wir nicht genossen?
... wie verdammt nochmal oft haben wir "nein" zum Spaß gesagt?



Alle sprechen immer davon, dass sie ihr Leben ändern wollen.. dass sie ihrem Leben einen Sinn geben wollen.. ein ehrenwertes Leben führen wollen.
Andere sagen sie wollen ihr Leben nicht ändern, sie wollen zu dem Punkt zurück an dem sie zuletzt glücklich waren.

Was aber... wenn es diesen Punkt noch nicht gab? Was wenn man sich zwischen 200 Menschen noch nie frei fühlen konnte; sich noch nie zuhause fühlen konnte. Wo soll man dann anfangen?

Sollte man nicht heute anfangen? Genau jetzt? Einfach da wo man sich gerade befindet?
Vielleicht..vielleicht könnten wir dann etwas finden was wir bisher übersehen haben. Etwas positives, etwas wofür es sich lohnt all den Mist und all das Leid auszublenden. Ich denke nicht, dass es hier ein pauschales Allheilmittel gibt. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass jeder von uns mindestens einen Grund, einen Menschen oder einen Augenblick hat von dem er zerrt, an dem er festhalten kann und für den es sich lohnt seinen Po jeden Tag aufs neue aus dem Bett zu schwingen. Um zu leben um dieses Leben zu leben. Denn wenn wir es nicht tun - dann tut es keiner.

Und was die Zeit betrifft: Vielleicht erschreckt Dich mein Text so sehr, dass Du einen Herzkollaps bekommst und tot umfällst. Was ich damit sagen will ist, dass nicht die Länge der Lebensspanne entscheidend ist, sondern die Qualität dieser Lebensspanne. Was hilft es, wenn Du mit 83 erkennst, dass Du versäumt hast zu Leben?
- von Enki40,
 

Quellen: http://www.gutefrage.net/frage/lebenstraeume-verwirklichenaber-wie-durchhalten
http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwallpaperstock.net%2Fdas-leben-ist-sch%2525C3%2525B6n-lesezeichen-wallpapers_34265_1920x1200.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fhintergrundbilder.wallpaperstock.net%2Flife-is-beautiful-bookmark-wallpapers_w34265.html&h=1200&w=1920&tbnid=C4PLzuv_f29V3M%3A&zoom=1&docid=7jJURx5FQPHlwM&ei=BMP2VIqCIOL-ywPKjYHgAQ&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=400&page=1&start=0&ndsp=12&ved=0CFEQrQMwCQ